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Mittwoch, 25. Mai 2022

Interview mit einem Autor ... Markus Korb

 

Edgar Allan Poe, Howard Phillipps Lovecraft, Franz Kafka, Gottfried Benn … was haben diese Autoren gemeins mit dem Autor den ich interviewen durfte. Sie waren alle Vorbilder von Markus K. Korb. (kleine Randbemerkung. Ein Gedichtsband von Gottfried Benn habeich auch :-D)

Er ist gebürtiger Unterfranke und 1971 erblickte er  in Werneck die Welt. Dort wo das schöne Schloss ist.  10 Jahre später schrieb er schon an Kurzgeschichten unheimlicher Phantastik. Aervus Essays und graphische Gedichte entstanden aus der Feder des jungen Schriftstellers.

Aufmerksam wurde ich auf Markus K. Korb durch sein Buch „Wasserscheu“ welche ich vor länger Zeit mal gelesen habe und von dem Buch gefesselt war.

Dann kam  ich in einem Gespräch mit einer Arbeitskollegin auf Bücher und das Lesen im Allgemeinen zu spreche und so kam heraus, dass diese Arbeitskollegin den Autor gut gekannt. Da war mein Interesse geweckt und ich musste einfach ein Interview mit Markus führen. Schon allein auch, weil er Franke ist 😊.

Also genug vorweg geplaudert. hier ist das Interview mit dem bekannten Autor der Phantastik Genre.

Seine Bücher stelle ich  Ende noch einmal vor 

 

Wie kamst Du auf die Idee zum letzten Buch?

MKK: Das letzte Buch „Die Saat des Hasses“ entstand aus einer Beschäftigung mit der deutschen Geschichte, wozu sich vielerlei Zeitungsberichte und Internetartikel geselleten.

Ist schon ein neues Buch in Bearbeitung und wenn ja, möchtest Du mir kurz verraten, worum es diesmal geht?

MKK: Ja, es ist in Bearbeitung. Diesmal geht es in eine deutlich andere Richtung. Es wird kein Horror-Roman oder Horror-Storyband. Mehr kann ich aber noch nicht verraten. 😉

Wärst Du lieber der Schurke oder der Gute in Deinen Krimis, falls Du dort eine Rolle spielen könntest?

MKK: Eindeutig der Held. Ich bin gerne auf der richtigen Seite der Moral.

Wie recherchierst Du für Deine Bücher?

MKK: Ich forsche in Bibliotheken, lese in Büchern, Zeitschriften und dem Internet.

Hast Du lange gebraucht, um einen Verlag zu finden, der Deine Bücher druckt und herausbringt?

MKK: Es war ein langer, steiniger Weg mit vielen Absagen und vagen Versprechungen, die nicht gehalten wurden. Doch schlussendlich habe ich dadurch viele Verleger kennengelernt, welche meine Bücher drucken lassen.

Du schreibst ja hauptsächlich Phantastik? Also in der Richtung Grusel, Mystery und Horror. Hast Du mal dran gedacht, mal was völlig anderes zu schreiben?

MKK: Ja, das habe ich tatsächlich. Bevor ich Dunkle Phantastik geschrieben habe, war ich auch in anderen Spielarten der Phantastik unterwegs, v.a. in der Science Fiction. Aber auch Fantasy hat mir gefallen. Ich finde, man sollte als Mensch stets offen für Neues bleiben, aber dennoch wissen, was man kann, was einem gefällt.

Du warst bestimmt nicht immer Autor. Welchen Beruf hast Du vor dem Schreiben ausgeführt und seit wann bist Du am Schreiben.

MKK: Ich kann nicht vom Schreiben allein leben und das möchte ich auch gar nicht. Ich bin hauptberuflich Gymnasiallehrer für Deutsch und Geschichte.

Wann hast Du herausgefunden, dass Du das Schreiben hauptberuflich machen möchtest?

MKK: Nein, hauptberuflich wollte ich nie vom Schreiben leben. Dass mir das Schreiben Spaß macht, habe ich mit 10 Jahren herausgefunden und seitdem immer wieder betrieben.

Hat sich Dein Leben verändert, als Du Dein erstes Buch herausgebracht hast?

MKK: Ein wenig schon, ja. Ich werde auf Conventions anders wahrgenommen. Wo ich früher ausschließlich Fan war, bin ich nun Teil der Autoren. Man stellt mir zum Teil andere Fragen, möchte Widmungen in Bücher und dergleichen.

Wie sieht momentan Dein Alltag aus? Wieviel Zeit verbringst Du mit dem Schreiben? Und wie baust Du den Alltag in das Schreiben ein?

MKK: Ich arbeite und lebe mein Leben mit der Familie. Das Schreiben findet vorrangig in den Ferien oder während meines Kreativ-Schreiben-Kurses statt, den ich gebe. Der Alltag bleibt meist beim Schreiben außen vor.

Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?

MKK: Gar nicht so einfach zu beurteilen. Ich denke, meine Mutter hat mir die Kreativität und Freiheit des Denkens, sowie den Humor mitgegeben. Auch mein Vater hat seinen Anteil an Humor beigemengt und dazu die Musikalität beigewürzt.

3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?

MKK: Schokolade, Lachen, Zufriedenheit (Schokolade ist immr gut!)

Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?

MKK: “Notting Hill” macht beides.

Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?

MKK: „Der kleine Hobbit“ von Tolkien. Es ist humorvoll, dennoch spannend, unheimlich und actionreich. Und am Grunde der Erzählung ist eine menschliche Moral.

Lebensmotto?

MKK: „Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.“ Oscar Wilde

Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?

MKK: Genießt meine Bücher, aber fürchtet euch nur solange ihr sie lest. Und wenn das Buch zugeklappt ist sind die Dämonen zwischen den Buchdeckeln eingeklemmt und somit gebannt.

Bestimmt wirst Du oft in Interviews das Gleiche gefragt. Welche Fragen können Du nicht mehr “lesen” und welche Frage würdest Du gerne einmal beantworten?

MKK: Was ich zu oft höre, ist die Frage nach dem Warum: „Warum schreibst du unheimliche Geschichten“. Da schwingt stets etwas Geringschätzung des Genres mit. Gerne beantworten würde ich die Frage, warum ich nicht Blümchenlyrik schreibe. 😉

Planst Du Deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

MKK: Ich plane meine Geschichten und Bücher, habe aber dennoch genügend Freiheiten, dass sich die Charaktere lebendig entwickeln können. Also beides gleichzeitig.

Wie gehst du mit negativen Rezensionen um?

MKK: Ich esse sie auf.

Was magst du überhaupt nicht in Büchern?

MKK: Geschwätzigkeit und Langeweile
 

Vielen Dank lieber, Markus für das äußerst interessante Interview. Es war ein interessanter EInblick i8n Dein autorenleben.

Aber hier mal die gesamte Büc her liste von dem Phantastik Autor.

  • Grause Städte. Bd.1  01.11.2004
  • Nachts 5.5.2005
  • Insel des Todes 01.01.2006
  • Das Arkh-Sanatorium 30.11.2006
  • Grause Städte. Bd.2   01.11.2007
  • Die Ernten des Schreckens 30.10.2011
  • Schock! 12.10.2012
  • Saree 1: Der vergessene Friedhof 22.02.2013
  • Der Struwwelpeter-Code   01.05.2014
  • Gotik: Mystery, Thriller, Horror, Amerika   04.04.2015
  • Amerikkan Gotik: Mystery 30.04.2015
  • Phantastische Storys 07: XENOPHOBIA: 01.04.2016
  •  Spuk!  22.03.2017
  • Phantasma Goriana  27.04.2018
  • Das raunende Wrack  11.05.2019
  • Die Saat des Hasses 2.07.2021
  • Lovecrafts Schriften des Grauens 26: Treibgut   01.05.2022 als E-Book.
  • Wasserscheu
  • Jenseits des Hauses Usher

Freitag, 4. März 2022

Interview mit einem Autor ... Stefan E. König

Dieser Autor ist vielfältig. Nein, nicht nur schreiben tut er, er erfindet auch Brettspiele bzw. Handyspiele. Eigentlich ist Stefan König ja Diplom-Betriebswirt, aber das allein füllt ihn in seiner 40 stunden Woche nicht aus. Und er hat noch viele Ideen in seinem Schreiberkopf. Aber darüber erfahrt ihr mehr in dem Interview.  Danke dafür, das Du Dir die Zeit genommen hast und mir Rede und Antwort gestanden hast.

1.     Wie kamst Du auf die Idee zum letzten Buch?
Das letzte Buch war im Herbst 2021 der Krimi „Roten Burg 2 – Brennpunkt Würzburg“. Eigentlich hatte ich keine Fortsetzung von „Roten Burg – Eine Mordserie erschüttert Rothenburg ob der Tauber“ geplant, doch die Verkaufszahlen waren gut und die Leserschaft hatte bereits nach dem nächsten Teil gefragt. Das Buch hat ein offenes Ende und es hatten sich dann manche Ideen verschmolzen. Es hatte z.B. jemand vorgeschlagen mal einen Krimi in meinem Heimatort Werneck spielen zu lassen. Ich fand die Idee zuerst nicht prickelnd, als ich aber mehrere Informationen aus Büchern und Historikern zusammengetragen hatte, gestaltet sich allmählich eine Idee. Wichtig war auch: Würzburg sollte eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen. Und eine Szene war ein Kernpunkt. Wie würden die Menschen reagieren, wenn plötzlich in Würzburg wieder Scheiterhaufen lodern würden. Wie kann man die Schönheit der Stadt mehreren brutalen Verbrechen gegenüber stellen. Wie kann man aus der Geschichte einen Reiseführer gestalten, der viele Infos und Fakten rund um Mainfranken beinhaltet, wie z.B. zu den Orten Würzburg, Schweinfurt, Werneck, Güntersleben, Himmelstadt, Lohr am Main, Gramschatzer Wald, usw. Zum hatte die Geschichte eine Eigendynamik genommen, die zuerst nicht vorgesehen war. Aber um nicht einen eintönigen Krimi zu erhalten, gibt es nun auch ein skurril-witziges und ein sinnlich-schönes Kapitel …
 
2.     Sind dort eventuell biografische Elemente mit darin verarbeitet?
Es sind sehr viele biografische Elemente eingebunden, alle kann ich nicht aufzählen, da es ansonsten die Spannung etwas zerstört, aber die Opfer, Mörder, Taten haben größtenteils einen historischen Bezug, wie z.B. Fürstbischof Julius Echter, Exorzismus-Opfer Annelise Michel, usw.
 
3.     Ist schon ein neues Buch in Bearbeitung und wenn ja, möchtest Du mir kurz verraten, worum es diesmal geht?
Den 3. Teil schreibe ich aktuell, zuletzt hatte ich mal einen großen Schub geschafft, da wachte ich am 3. Januar nachts um 2.30 Uhr auf, konnte nicht schlafen und hatte innerhalb 3 Tage dann ca. 100 Seiten getippt. Da ich mehrere Projekte gleichzeitig machen, gibt es dann immer einen Schub, welches mal wieder schneller vorankommen muss.
Anmerkung meinerseits: Stefan König hat sogar hierfür  einen ehemaliges Rocker Mitglied und Hell's Angels Informanten befragt, wie er mir noch verraten hat.
 
4.     Wärst Du lieber der Schurke oder der Gute in Deinen Krimis, falls Du dort eine Rolle spielen könntest?
Einer der letzten Sätze im Buch ist: Die Welt ist nicht schwarz-weiß. die Welt ist grau. So ist es auch im Buch. Der Gute ist nicht komplett gut. Der Schurke ist nicht komplett böse. Ich bin gerne der Erzähler, der sich neutral verhält und versucht auch ein wenig zum Nachdenken anzuregen, aber dennoch unterhalten möchte.
 
5.     Wie recherchierst Du für Deine Bücher?
In meinem Kopf tuckert Tag und Nacht ein 2-Takt-Motor. Da gibt es 2 kleine Gehirnzellen, die sammeln seit Kindheit alle Informationen zusammen. Und wenn diese mal irgendwann für irgendwas einen Nutzen haben, dann stupfen die die restlichen 5 Hirnzellen an und bauen da was draus. Ab und zu kommt sogar was Sinnvolles raus. Ich war z.B. mit 9 Jahren mit der Schule das 1. Mal in Rothenburg ob der Tauber … und diese Faszination hat mich nie los gelassen. Ich fahr nun jedes Jahr einmal dort hin, entdecke immer wieder etwas Neues und hab nun schon einen kleinen Freundeskreis aufgebaut.
 
6.     Hast Du lange gebraucht, um einen Verlag zu finden, der Deine Bücher druckt und herausbringt?
Ich hatte keinen gesucht, ich hatte es als Selfpublisher selbst veröffentlicht. Dies hatte ich bisher mit meinen anderen Produkten (Brettspiele) ebenfalls so umgesetzt, da ich gerne Nischenprodukte verwende. Falls sich doch mal ein größerer Verlag bei den Büchern und Spielen findet, habe ich nichts dagegen. 
 
7.     Schreibst Du nur Krimis oder auch andere Genrebereiche?
In der Schublade liegen schon ein paar weitere Ideen bereit, die sich um ganz unterschiedliche Themen drehen. Diese genauer zu erläutern, würde jedoch zu lange dauern. Zuletzt hatte sich aber die Möglichkeit ergeben auch als Kinderbuchautor zu versuchen. Ich hatte einen Anruf bekommen, dass für ein Projekt der Musikband „Spessarträuber“ ein Autor gesucht wird. Ich hatte gerade eines der letzten Kapitel von „Roten Burg 2“ getippt, als eine Szene in Lohr am Main spielt, und musste nun kurzfristig auf ein Kinderbuch umschwenken, damit ich diesen Auftrag erhalten würde. Nun, von einer Krimiszene im Spessarter Lohr auf ein Story „Der Spessarträuber und seine Kinder“ umzudenken, war ungewöhnlich, aber dennoch einfacher als gedacht. Den beiden kreativen Hirnzellen sei Dank. Die hatten sofort eine passende Idee … 
Eigentlich war das Projekt nur als Hörspiel gedacht, ich hatte es dann ausgebaut, so dass es nun ebenfalls ein Bilderbilderbuch geworden ist, mit wunderschönen Illustrationen. Es soll eben auch ein Buch sein, dass sich Erwachsene mit Freude anschauen, ein märchenhafte Welt, in der wirklich Gut und Böse klar getrennt ist, bei der die Kinder und Familie im Mittelpunkt steht, die ums Überleben kämpft, dies aber mit List und Tücke meistert. 
 
8.     Du warst bestimmt nicht immer Autor. Welchen Beruf hast Du vor dem Schreiben ausgeführt und seit wann bist Du am Schreiben.
In der Schule und Studium konnte ich bei vielen Tätigkeiten mal reinschnuppern. Ob in der Bank, im Marketing von Jako oder als Redakteur bei Antenne Bayern, usw. Aber wichtig war mir auch mein Studium zu finanzieren und nutzte die Ferienzeit, um in der Schweinfurter Industrie zu arbeiten. Ich habe da sehr großen Respekt vor Arbeitern, die jeden Tag und in Schicht die Tätigkeiten machen. Und es hatte mir geholfen, um „produktiv“ zu sein. Es kam oft vor, dass man eine Nachtschicht hatte und dennoch zum Fußballtraining musste oder andere zusätzliche Arbeit hatte.
Das Schreiben hatte ich immer wieder im Kopf, aber ich war nie der beste Schüler in „Deutsch“. Irgendwann hatte ich erkannt: das muss ich nicht sein. Ich muss nur meinen Schreibstil finden, die Ideen treiben die Geschichte voran.
Ein kleines Beispiel aus „Roten Burg 2 – Brennpunkt Würzburg“, und ja, es ist ein Krimi:
Er weiß nicht, ob es am Wein, an Karins grünen Augen oder an der Situation liegt, aber er nimmt allen Mut zusammen, ergreift ihre Hand und legt sie sanft auf seine Brust. Er schaut ihr tief in die Augen und flüstert, mit vor Aufregung ganz heiserer Stimme: „Aber, hier. Hier hast du mich getroffen.“ Karin rührt sich nicht. Ihre Hand liegt auf seiner Brust. Sie kann jeden Schlag seines aufgeregt pochenden Herzens spüren. Wie eine Trommel pocht es. Mit jeder Sekunde, die vergeht, wird das Pochen schneller. Bumm … Bumm … Bumm Bumm … Bumm Bumm. Die beiden blicken sich immer noch tief in die Augen. Die Zeit scheint still zu stehen. Nichts zählt mehr, außer das Hier und Jetzt. Dieser Augenblick ist das Kostbarste, was es für beide gerade gibt. Ihre Blicke werden immer intensiver, sie scheinen regelrecht in den jeweils anderen einzutauchen. Es fühlt sich an, als ob ihre Seelen miteinander verschmelzen würden. Alles was zählt ist dieser Augenblick. Der Augenblick, auf den beide schon so lange gewartet haben. Nach dem sich beide schon so gesehnt haben …
 9.     Hat sich Dein Leben verändert, als Du Dein erstes Buch herausgebracht hast?
Ich hatte zuvor 15 Brettspiele entwickelt, aber als das Buch herauskam, wurde dies anders „betrachtet“. Obwohl ich sagen muss: ein Spiel (und ich gestaltet es komplett) ist komplexer als ein Buch. Das Spielsystem, die Anleitung, die Grafik, die Elemente … und das Ungewöhnliche: es ist für mich Entspannung, deshalb mache ich es hauptsächlich in meiner Freizeit. Ansonsten hat sich nicht viel verändert, die mich kennen wissen, dass ich gern mal Sachen ausprobiere und kreativ bin. 
 
     Wie sieht momentan Dein Alltag aus? Wieviel Zeit verbringst Du mit dem Schreiben? Und wie baust Du den Alltag in das Schreiben ein?
Mein eigentlicher Job fängt um 9 an und hört um 18 Uhr auf, davor und danach ist die Zeit für Kreatives, Sport und Bekannte treffen. Die Öffnungszeiten zum Sammeln für Ideen aus dem Alltag sind von 0 bis 0 Uhr. Wenn sich dann mal die Gelegenheit ergibt, werden diese Ideen für alle möglichen Projekte verwendet.
 
1    Hast Du noch Projekte, die Du in Zukunft erreichen oder beenden willst.
Noch Dutzende: aber hier gibt es keine spezielle Liste, wie es sich ergibt, was funktioniert. Es gibt Projekte, die hatte ich bereits zur Seite geschoben, um dann ein Jahr später die passende Idee dazu zu haben. Manche Projekte müssen länger gären …
 
      Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?
Mein Vater ist ein begeisterter Fußballer und hatte in den 70er bei der Reservemannschaft von Bayern München 5 Jahre gespielt. Also das sportlich stammt von ihm. Ebenfalls das Interesse an historischen Geschichten. Einen gewissen Ehrgeiz und Fleiß habe ich von beiden. Denn als Selbstständige kann man nicht zu viel auf der faulen Haut rumliegen …
 
1    3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?
Ein Schäufle (1) und gutes Bier (2) in Rothenburg (3) 

     Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?
Viele … ich bin mehr ein Filmfan als Buchleser. Und hier bevorzuge ich gute alte Filme, die noch eine Story haben und nicht Effekten überladen sind. Letztin hatte ich erst wieder den besten Krimifilm „M“ von Fritz Lang oder „Das Wirtshaus im Spessart“ gesehen.
"den Film M kenn ich auch" . Ja ,der ist gut!
 
       Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?
Ein spezielles nicht, aber ich finde andere Krimis interessant, meine persönlich Lieblingsbücher sind Biografien und Geschichtliches. Und Comics …
 
      Lebensmotto?
Wenn manche der Meinung sind, das geht nicht, dann hatte man nicht lang genug überlegt, ob es nicht doch irgendwie machbar ist
 
      Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?
Wenn ihr Bücher kauft, denkt immer gerne mal, ob ihr diese auch in dem kleinen Buchladen um die Ecke bekommen könnt.
Wenn jemand ein Hörbuch lieber ist, der kann bei Youtube auch den Prolog von „Roten Burg 2– Brennpunkt Würzburg“ kostenlos lauschen.
 
18  Bestimmt wirst Du oft in Interviews das Gleiche gefragt. Welche Fragen können Du nicht mehr “lesen” und welche Frage würdest Du gerne einmal beantworten?
Ich lese jede Frage gern und versuche sie mit einem Augenzwinkern und unterhaltsam zu beantworten.
 
     Planst Du Deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?
Eine grobe Planung gibt es … bei der „Roten Burg“-Reihe habe ich bis Teil 5 bereits die Story im Kopf, ähnlich ist es bei den Kinderbuch „Spessarträuber und seine Kinder“. Wie und woher die Ideen und Storys kommen, kann ich manchmal gar nicht so richtig beantworten. Die platzen einfach auf, weil es auch oft eine „logische“ Weiterführung gibt. Ein Spiel oder Buch ist wie eine Mathematische Gleichung. Man muss ab und zu auch mal probieren, aber am Ende muss es einfach, verständlich und logisch sein. Aber am Anfang soll der Betrachter die „Gleichung“ sehen und sich am Kopf kratzen …
 
      Hast du selber schon mal die Orte/Gegenden bereist von denen Du in deinen Romanen so schreibst? Und was lässt Dich immer wieder solche Orte für Deine Romane auswählen?
Bei manchen Szenen konnte ich nicht vor Ort sein, aber das ist auch eines der schönen Recherche-Elemente. Die Story ausdenken und schreiben, und währenddessen sich die Szene vor Ort vorstellen. Ich hatte zuletzt zwei Leserinnen (eine wohnt an der Nordsee) die begeistert waren und extra nach Rothenburg gefahren sind, um die jeweiligen Örtlichkeiten anzusehen. Perfekt, so wünscht man es sich als Autor. Und den 3. Teil wollten bereits auch einige Leser …
Bei den zukünftigen Teilen von „Roten Burg“ spielt immer der Name „-burg“ eine Rolle oder ob es eine Burg im Ort gibt. Der 3. Teil wird voraussichtlich „Der Jack the Ripper von Hamburg“ heißen.
(darauf freue ich mich schon, denn es hört sich spannend an) 
 
21Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir?
Ah, endlich mal eine freche Frage. Wieso das Interview: um meine Produkte bekannter zu machen. Es ist mir wichtiger, dass die Spiele und Bücher im Mittelpunkt stehen. Ob sie gut oder schlecht sind, muss dann jeder selbst entscheiden. Ob als Gegenfrage: hatte das Interview alle Fragen beantwortet und war es unterhaltsam? Das finde ich persönlich am Wichtigsten. Keine Belehrungen, sondern Unterhaltung.
Wenn man etwas nebenbei dazu lernt und nachdenkt, ist das ein schöner Nebeneffekt.
Meine Anmerkung. ja, das Interview war unterhaltsm und hat mir gefallen. Danke dafür.
 
      Was magst du überhaupt nicht in Büchern?
Zu viele Seiten, zu lang gezogenen Storys, zu kleine Schriften. Oder bei manchen Regionalkrimis frage ich mich: was hatte das mit der Region zu tun? Die Story hätte überall spielen können. Nur weil mal ein Straßennamen aus dem Ort ist? Ich versuche die Menschen vor Ort zu befragen, die Örtlichkeiten und Besonderheiten. Denn das ist auch in Deutschland so wunderbar, die großen Unterschiede in den Regionen.
 
   
Wer gerne mehr über den Autor Stefan König und seine Brettspiele erfahren möchte, schaut gerne mal auf die Homepage vorbei. Vielleicht hat ja der ein oder andere mal wieder lust auf "Kneipentour" zu gehen :-) 
Oder man kann ausprobieren, ob man als Landwirt geeignet ist. 
Aber hey, wir Leseratten lieben doch mehr Bücher, daher, schaut Euch mal Rothenburg und Rothenburg 2 genauer an!