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Montag, 12. Januar 2026

Interview mit einem Autor ...Adrain Vogler

Adrian Vogler (Bild habe ich mir von Amazon gemopst)

Ihr wisst, Ich liebe ja Steampunk. Und vor Weihnachten aht mich ein Autor angeschrieben, ob ich gerne mal sein Buch rezensieren möchte.  Er hat mir dnan die Informationen zugsendet und ja, ich war begeistert. Aber – ja es gibt auch ein Aber. Es handelte sich um ein E-Book. Und ich lese doch keine elektronischen Bücher. So habe ich aber versprochen, Werbung für Charlie Chans Weihnachten – Mord in der Silver Creek Lodge". Zu machen. Dieses ist als E-Book pünktlich zu Heilig Abend erschienen. Sehr passend als Weihnachtsgeschenk.


Und da wir dann ein wenig ins Plaudern kamen, verriet mir der Autor Adrain Vogler, dass er sogar einen Steampunk Roman plant. Hey, wie toll ist das den!!

Und so kam ich auf die Iodee, den Autor zu interviewen.  Er hat mir Rede und Antwort gestanden und hier … ach lest selber. Ein sehr ausführliches Interview. Danke dafür.

Block 1: Inspiration & Buchideen

  • Wie kamst du auf die Idee zu deinem letzten Buch?
    • Ich arbeite derzeit an drei Buchprojekten, die jeweils unterschiedliche Inspirationsquellen haben:
    • "Charlie Chans Weihnachten" entstand aus purer Leselust – ich liebe Weihnachtskrimis wie "Hercule Poirots Weihnachten" und wollte in der Weihnachtszeit einen solchen mit Charlie Chan schreiben. Die Rasputin-Verbindung kam durch ein YouTube-Video  die Donner Pass Tragödie durch Recherchen zu Lake Tahoe, das auf meiner Reise-Bucket-List steht. Zentral war mir, die Familie Chan stärker einzubinden.
    • Mein Charlie-Chan-Konzept unterscheidet sich dabei von den klassischen Romanen Earl Derr Biggers: Im Gegensatz zur rein fiktiven Welt verbindet "Der neue Charlie Chan Kanon" realen historischen Kontext mit meisterhafter Detektivarbeit. Die Romane basieren auf authentischen, bis heute ungelösten Kriminalfällen der 1930er und frühen 1940er Jahre.
    • "Der Fluch des Rosetta Stone" begann nach einem Besuch im Britischen Museum. Zuerst dachte ich an einen Diebstahl des Steins – aber das war logistisch zu kompliziert (der Stein wiegt enorm viel) und erzählerisch zu flach. Das abgebrochene Fragment mit dem Fluch war die bessere Lösung.
    • Das Konzept: Der Roman wird bewusst in wöchentlichen Episoden veröffentlicht, ganz im Geist der klassischen Fortsetzungsromane des 19. Jahrhunderts, wie sie einst im Strand Magazine erschienen. Jede Episode führt die Handlung weiter und endet an einem Punkt, der zum Weiterlesen einlädt.
    • "Der Fächer aus roter Seide" entstand aus dem schlichten Wunsch, selbst eine Richter-Di-Geschichte zu schreiben, nachdem ich alle van Gulik-Romane verschlungen hatte. Mich fasziniert das Setting im alten China und die Kombination aus unheimlichen Fällen mit rationaler Lösung. Interessant ist auch, dass bei Richter Di immer mehrere Fälle ineinander verwoben sind.
    •  
  • Sind darin biografische Elemente verarbeitet?
    • Nein.
  •   Ist bereits ein neues Buch in Arbeit? Wenn ja, worum geht es?
    • Ja, "Sherlock Holmes und der Fluch des Rosetta Stone" – ein Roman, der bewusst in wöchentlichen Episoden veröffentlicht wird, ganz im Geist der klassischen Fortsetzungsromane des 19. Jahrhunderts, wie sie einst im Strand Magazine erschienen. London, 1882: Ein fragmentierter Fluch, historische Atmosphäre und klassische Deduktion. Jede Episode führt die Handlung weiter und endet an einem Punkt, der zum Weiterlesen einlädt.  
  • Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende, oder verselbstständigen sich manchmal Charaktere?
    • Das hängt stark vom Genre ab. Meine Kriminalromane – Charlie Chan, Richter Di und Sherlock Holmes – müssen exakt durchgeplant werden. Ich nutze die Zwei-Story-Struktur nach Todorov, um die klassische Mystery-Logik sauber aufzubauen. Hier kann nichts dem Zufall überlassen werden.
    • Bei meinen Steampunk-Romanen mit kosmischem Horror à la Lovecraft ist das völlig anders. Da dürfen sich Ideen und Figuren verselbständigen – so geschehen mit der Protagonistin aus "Der Fluch des Uhrwerks", die ein absolutes Eigenleben entwickelte.
      • Steampunk *freu* 
  •  Hast du Orte/Gegenden selbst bereist, über die du in deinen Romanen schreibst? Warum wählst du diese Orte aus?
    • Teils, teils. London und Großbritannien kenne ich gut, die amerikanische Ostküste auch – allerdings steht Lake Tahoe (Schauplatz von "Charlie Chans Weihnachten") noch auf meiner Bucket-List. Das alte China der Tang-Dynastie habe ich natürlich nicht bereist.
    • Warum gerade diese Settings? Das kann ich nicht rational erklären – sie sprechen mich einfach an. Das viktorianische London, Amerika der 1930er/40er Jahre, das alte China – diese Epochen und Orte faszinieren mich.
      • Ich mag auch das viktoriansche London 😊. 
  •  Wie recherchierst du für deine Bücher?
    • Alles zusammen – Bücher, Online-Quellen, Dokumentationen. Der Schwerpunkt liegt mittlerweile bei Online-Recherche. Durch meine wissenschaftliche Arbeit im IT-Bereich ist es mir in Fleisch und Blut übergegangen, alles gründlich zu recherchieren und zu belegen. Aber mit den Themen in meinen Romanen macht es deutlich mehr Spaß als in der Wissenschaft.


Block 2: Schreibprozess & Alltag

  •  Wann hast du herausgefunden, dass du hauptberuflich schreiben möchtest?
    • Ich schreibe eigentlich schon mein ganzes Arbeitsleben lang – früher IT-Fachliteratur, seit der Corona-Zeit dann auch im Bereich der Belletristik. Es nimmt einen immer größeren Umfang ein, und ich bin auf der Suche nach einem Verlag, um das weiter zu professionalisieren. Nach meinen aktuellen drei Romanprojekten als selbstpublizierender Autor bin ich soweit, dass ich für das nächste Buch aktiv einen Verlag suche. Spätestens nächstes Jahr möchte ich auch auf der Frankfurter Buchmesse vertreten sein. Sollte ein Literaturagent das lesen und interessiert sein – bitte melden.  
  • Wie sieht momentan dein Alltag aus? Wieviel Zeit verbringst du mit dem Schreiben?
    • Man kann wohl Zeiten des Ideensammelns und Zeiten des aktiven Schreibens unterscheiden. In der heißen Schreibphase ist es ein Schreiben rund um die Uhr. Bei meinem Sherlock Holmes brauchte ich allerdings drei Anläufe mit Pausen dazwischen. Und nach dem eigentlichen Schreiben ist ja noch viel Organisatorisches zu erledigen – das wird oft unterschätzt.  
  • Wie baust du Alltag und Schreibarbeit ineinander ein?
    • Das ist wie bei jeder Arbeit – da unterscheidet sich Schreiben nicht von anderen Tätigkeiten, die man mit seinem Alltag vereinbaren muss. Störungen sind für fokussiertes Arbeiten Gift. Und beim Schreiben muss man damit klarkommen, alleine zu sein. Da habe ich kein Problem mit. Ich stehe früh auf und wenn ich schreibe, dann ist das von 6 Uhr bis 14 Uhr. Danach am späteren Nachmittag nochmal lesen, was man geschrieben hat. 
  •  Hast du noch Projekte, die du in Zukunft erreichen oder abschließen möchtest?
    • Einen Verlag finden und spätestens nächstes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse als Autor vertreten sein. Literarisch wird es nach den drei Kriminalromanen mit Charlie Chan, Richter Di und Sherlock Holmes wohl wieder Zeit für Cyrus Li und D.Chess, ein Steampunk-Abenteuer mit Lovecraft-Einschlag zu erleben – angekündigt habe ich das am Ende von "Der Fluch des Uhrwerks" ja schon. Als Ziel soll es ins tiefste Afrika gehen... Edgar Rice Burroughs lässt grüßen.
    •             Ui, villeicht treffen wir uns da ja mal 😊 Auf der FBM
  Schreibst du ausschließlich in einem Genre oder auch in anderen Bereichen?
    • Nein, ich bewege mich in mehreren Genres: Detektivromane in drei unterschiedlichen Traditionen – Sherlock Holmes, Charlie Chan und Richter Di – sowie Steampunk-Romane mit Lovecraft-Elementen. Dazu kommt noch IT-Fachliteratur aus meinem früheren beruflichen Kontext.

Job Aufstieg Karriere Stock-Illustration | Adobe StockBlock 3: Karriere & Verlag

  •  Hattest du lange Schwierigkeiten, einen Verlag zu finden, der deine Bücher druckt?
    • Ich bin jetzt erst soweit, aktiv nach einem Verlag für meine fiktionalen Werke zu suchen. Für den Bereich der IT-Fachliteratur hatte ich nie Probleme, einen Verlag zu finden. 
  •  Hat sich dein Leben verändert, seitdem du dein erstes Buch veröffentlicht hast?
    • Nein, da hat sich wenig verändert. Ich bin quasi vom Leser zum Autor gewachsen. 
  •  Hattest du vor dem Schreiben einen anderen Beruf? Wenn ja, welchen?
    • Ich habe im IT-Bereich und wissenschaftlich gearbeitet – aber das Schreiben begleitet mich schon mein ganzes Arbeitsleben lang, zunächst als Fachliteratur, nun auch als Belletristik.

Block 4: Persönliches & Lebensweisheiten

  •  Was haben dir deine Eltern (Vater/Mutter) mitgegeben?
    • Das Lesen kam wohl von meiner Mutter. Ich habe als Kind immer ihr Bücherregal bestaunt und ihre Geschichte gehört, dass sie als junges Mädchen "Vom Winde verweht" zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in Deutschland in einem Rutsch gelesen hat, als sie sich das Bein gebrochen hatte und ans Bett gefesselt war.
 
  •  3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazugehören?
    • Eine gute Tasse Kaffee (oder im Winter Tee), ein gutes Buch, das Spielen eines Songs auf einer meiner E-Gitarren, Zeit in der Natur (wenn das Wetter passt auf dem Rad).            Der Autor gefällt mir :-D
 
  •  Welcher Film bringt dich zum Lachen, welcher zum Weinen?
    • Zum Lachen: Die Fantomas-Filme mit Louis de Funès. Zum Weinen: Forrest Gump, als Forrest Jenny verliert. 
  •  Lebensmotto?
    • "Waving not drowning" und "Stay Alive!" – beide kommen aus dem Musikbereich von Interpreten bzw. Gruppen, die mir etwas bedeuten: Rupert Hine und Big Country.

Block 5: Leser und Leserinnen & Rezensionen
  •  Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?
    •  Keep on reading! Da gibt es so viel zu entdecken!
  •  Wie gehst du mit negativen Rezensionen um?
    • Als Ansporn, besser zu werden. Man kann immer besser werden. Meine erste Steampunk-Geschichte um Cyrus Li und D.Chess hat 1- bis 2-Punkt-Wertungen auf Amazon erhalten. Ein Rezensent meinte, den einen Punkt gäbe es für die Bilder, nicht für die Geschichte. Mit den aktuellen Geschichten bin ich jetzt zufrieden, obwohl ich weiß, dass auch die noch ihre Defizite haben. Was beim nächsten Projekt adressiert werden wird.
  •   Welche Fragen kannst du in Interviews nicht mehr hören, welche würdest du gerne mal beantwortet sehen?
    • So viele Interviews habe ich noch nicht gegeben.

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  •  Wärst du lieber der Gute oder der Schurke in deinen Krimis?
    • Eigentlich tendiere ich zum Guten. Doch ohne einen tollen Schurken sind die Geschichten eher mau. Der alte Uhrmacher aus "Der Fluch des Uhrwerks" hat mich fasziniert...  
  • Einmal frech gefragt: Wieso führe ich dieses Interview mit dir?
    • Das frage ich mich auch – aber im Ernst: Weil ich klassische Detektivgeschichten in der Tradition der großen Meister schreibe und diese am Leben erhalten möchte. Und weil Self-Publishing-Autoren noch mehr auf Sichtbarkeit angewiesen sind. Außerdem: Wer sonst lässt Sherlock Holmes, Charlie Chan und Richter Di gleichzeitig Fälle lösen und schickt dann noch Steampunk-Helden nach Afrika? Da muss man doch mal nachfragen!
      •  Ja, genau das ist  es. Weil ich Self-uplisher Autoren unterstüzten möchte.  Und dann eben wegen dem Steampunk 😊 Pantasy Original Bauset Steampunk Airship
  •  Was magst du überhaupt nicht in Büchern?
    • Wenn ich keine Emotion erkenne. Figuren brauchen Tiefe – auch die Helden dürfen nicht perfekt sein. Flache Charaktere, die nur funktionieren statt zu leben, machen eine Geschichte für mich uninteressant. 
  •  Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen – und warum?
    • Da gibt es so viele! Ich liebe Haruki Murakami, Dan Simmons, Tolkien, Michael Moorcock, Lovecraft und Stephen King... Empfehlungen sind aber immer auch an ein Genre gebunden:
    • Science Fiction: Dan Simmons – "Die Hyperion-Gesänge" – epische Science Fiction vom Feinsten
    • Historischer Roman: Margaret Mitchell – "Vom Winde verweht" – das Südstaaten- und Bürgerkriegs-Epos
    •             Stimmt - -sehr schön. Vor allem die Kleidung 😊
    • Fantasy: J.R.R. Tolkien – "Der Herr der Ringe" oder Michael Moorcock – "Elric von Melniboné"
    • Literarisches Rätsel: Carlos Ruiz Zafón – "Der Schatten des Windes" – ein Buch über die Entdeckung eines geheimnisvollen Buchs in einem Labyrinth verlassener Bücher
    •             Hört sich gut an
    • Literatur:
    •   Haruki Murakami – "Naokos Lächeln"

 

 

Alle Bücher von Adrain Vogler sind bei Amazon bestellbar. (unbezahlte Werbung). Bisher habe ich aber nur E-Books gefunden. 

Samstag, 3. Dezember 2022

Interview mit einem ...Kriminalkomissar a.D

 


Ich würde gerne ein wenig hinter der Person Volker Sebold schauen und hab daher den Kriminalkommissar in Würzburg  ein paar Fragen gestellt. 

·       Sie waren Kriminalkommissar in Würzburg. Wie kam es zu dem Beruf,

o   diesen Werdegang. Ich habe mit 17 Jahren das Gymnasium in Haßfurt abgebrochen, weil ich keine Perspektive für eine schulische/studentische Zukunft sah😉 Da ich mit Menschen arbeiten wollte, interessierte ich mich für den Beruf des Polizeibeamten.

·       Warum gerade diese Richtung

o    Ich konnte mir nie vorstellen, nur am Schreibtisch zu sitzen oder hinter einem Schalter zu stehen. Ich brauchte bis zum Dienstende den Kontakt mit den Menschen draußen.

·       Sie sprachen oft ja mit Tätern. Hatten Sie da auch schon mal Angst, diesem gegenüber zu sitzen?

o   Ich hatte nie Angst, einem/r Täter/in gegenüber zu sitzen.

·       Was war der Fall, der Ihnen am meisten im Gedächtnis geblieben ist, oder am längten?

o   Am meisten berührt hat mich der tragische Tod eines pubertären Mädchens, das im Streit mit dem Vater aus dem Zimmer rannte und durch eine geschlossene Tür mit Glaseinsatz fiel. Eine Scherbe bohrte sich in ihre Halsschlagader und jede Hilfe kam leider zu spät.

·       Haben Sie auch Bücher über ihre Arbeit geschrieben?

o    Im aktuellen Buch „AM ANSCHLAG“ fließen einige Anekdoten und die Art und Weise, wie die Kripo in Unterfranken im Bereich der Extremismusprävention arbeitet mit ein. Ansonsten ist die Geschichte rein fiktiv.

·       Wie sah Ihr Arbeitsalltag aus?

o   Die letzten 18 Jahre im Bereich der Extremismusprävention konnten meine Kollegen und ich viel im Bereich der Kooperation mit Moscheegemeinden und entsprechenden Einrichtungen verbringen. Natürlich war man auch in Sachbearbeitung eingebunden, die einen an die Dienststelle band.

·       Was taten Sie, um von Ihrer Arbeit abzuschalten?

o    Abschalten konnte ich immer zuhause mit Lesen, Musikhören, Filmeschauen und, das ist das Wichtigste, einer Familie, die einen stützt, wenn es einem einmal nicht so gut geht.

·       Gab es auch positive Erlebnisse mit Tätern?

o   Positive Erlebnisse mit Tätern? Eigentlich ein Widerspruch, aber nicht, wenn man immer den Menschen in seinem Gegenüber sieht oder sich Gedanken macht, warum er tat, was er getan hat.

·       Verfolgten Sie das Ende der Fälle?

o    Die Reaktionen sind unterschiedlich. Im Bekanntenkreis stieß mein Beruf auf großes Interesse. Bei Menschen, die man neu kennenlernt teilweise auf eine gewisse Skepsis, die man aber im Gespräch oft nehmen konnte.

o   Mich interessierte immer, wie die „Fälle“ ausgingen. Mal mit Zufriedenheit, mal mit Enttäuschung.

·       Wie schafften Sie es, unvoreingenommen und neutral zu arbeiten?

o   Unvoreingenommen konnte ich sein, weil ich meine politischen/religiösen Überzeugungen nicht wie eine Monstranz vor mit hertrug, sondern immer versuchte neutral an die Sachverhalte heranzugehen. Ich hoffe, dass mir das gelungen ist. Aber das müssen andere beurteilen.

·       Welche Art von Menschen kann Ihnen noch Angst machen?

o   Angst machen mir tatsächlich die anonymen Hetzer in den sozialen Medien und Politiker/innen, die gesellschaftliche Erschütterungen für ihre Zwecke egoistisch missbrauchen.

·       Was machte für Sie Ihre Arbeit so besonders?

o    Ich bin dankbar, dass ich Einblicke in die menschliche Psyche bekommen habe. Das hat mich geprägt, auch wenn Freude und Abgrund oft dicht beieinander lagen.

 

 Ein sehr interessanter Einblick in die Arbeit eines Kriminalkomissars.

Aber Volker Sebold ist auch ein Autor. Er hat shcon mehrere Bcher heruasgebracht und ist sogar bei den Polizei Poeten.

 

 

 

 

 

 

Interview mit einem Autor ... Volker Sebold

 

Ich gestehe, wenn man den Namen Volker Sebold recherchiert, findet an nicht viel. Zumindest ich nicht 😊. Aber ich weiß, dass er ein ehemaliger Kriminalkommissar in Würzburg war und nun auch Schriftsteller. Und er ist in Haßfurt geboren.  Und seine Krimis spielen rund um die Vogelsburg bei Volkach. Aber wer ist dieser Mensch hinter der Feder. Das habe ich mich gefragt und ihm ein paar Fragen gestellt. Unter dem Interview stelle ich seine Bücher genauer vor.

·       Wie kamst Du auf die Idee zum letzten Buch?

o   Viele Menschen interessierten sich für die Thematik „Islam und Islamismus“ und ich stellte fest, dass viel Unwissenheit herrschte. Dies wollte ich im aktuellen Buch mit einfließen lassen.

·       Sind dort eventuell biografische Elemente mit darin verarbeitet?

o   Biografisch ist das Buch nicht. Manche Anekdoten habe ich schon einfließen lassen und die Arbeit im Rahmen der Extremismusprävention ist authentisch.

·       Ist schon ein neues Buch in Bearbeitung und wenn ja, möchtest Du mir kurz verraten, worum es diesmal geht?

o   Ein neues Buch ist noch weiter weg. Aber ich könnte mir vorstellen, dass die Protagonisten der ersten beiden Bücher in einem dritten Band nochmal eine Rolle spielen.

·       Wärst Du lieber der Schurke oder der Gute in Deinen Krimis, falls Du dort eine Rolle spielen könntest?

o   Ich finde beides interessant. Man behauptet oft, dass der Schurke mehr hergibt, aber auch der „Gute“ darf seine dunklen Seiten haben. Von daher lege ich mich da nicht fest.

·       Wie recherchierst Du für Deine Bücher?

o   Ich schöpfe aus der eigenen Erfahrung, lasse den Inhalt meiner Träume zu, recherchiere in der entsprechenden Literatur und im Internet oder führe Befragungen durch.

·       Hast Du lange gebraucht, um einen Verlag zu finden, der Deine Bücher druckt und herausbringt?

o   Mit den o.g. Büchern ging es beim Würzburger Echter-Verlag sehr schnell, wofür ich natürlich unendlich dankbar bin. Ansonsten ist es ohne Literaturagentur nahezu unmöglich seine Manuskripte bei einem renommierten Verlag unterzubringen.

·       Schreibst Du nur Krimis oder auch andere Genrebereiche?

o   Ich lege mich nicht auf das Krimigenre fest. Man kann „AM ANSCHLAG“ auch als politisches Buch lesen.

·       Du warst bestimmt nicht immer Autor. Welchen Beruf hast Du vor dem Schreiben ausgeführt und seit wann bist Du am Schreiben.

o   Ich bin kein professioneller Autor. Ich war Polizist, aber das Schreiben begleitet mich schon seit meiner Schulzeit.

·       Wann hast Du herausgefunden, dass Du das Schreiben hauptberuflich machen möchtest

o   siehe vorige Frage

·       Hat sich Dein Leben verändert, als Du Dein erstes Buch herausgebracht hast?

o   Mein Leben hat sich insoweit verändert, dass man neue, interessante Menschen kennenlernt und beim Schreiben immer dazulernt.

 ·       Wie sieht momentan Dein Alltag aus? Wieviel Zeit verbringst Du mit dem Schreiben? Und wie baust Du den Alltag in das Schreiben ein?

o   Ich bin Pensionär und mache einfach Dinge, die mir Spaß machen. Aber Haus, Garten und Haushalt fordern schon auch ihre Zeit. Zudem kümmere ich mich um meine pflegebedürftige Mutter, was einen auch auf Trab hält. Wenn ich genug Material zum Schreiben gesammelt habe und mein Gedankengerüst steht, schreibe ich aber diszipliniert mehrere Stunden am Tag durch.

·       Hast Du noch Projekte, die Du in Zukunft erreichen wollen oder beenden wollen.

o   Schreibprojekte sind im Kopf vorhanden. Noch ein dritter Band mit den Protagonisten aus „BULLENHITZE“ und „AM ANSCHLAG“ und mir schwebt noch ein Drama über geflüchtete Jugendliche aus Afghanistan vor.



 

·       Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?

o   Mit meinem Vater hatte ich ein ambivalentes Verhältnis, aber vielleicht die Einstellung, das Leben als Freude zu empfinden. Von meiner Mutter auf jeden Fall die Empathie und ein Gerechtigkeitsverständnis.

·       3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?

o   Kaffee am Morgen // Gute Musik // Harmonie im Alltag

·       Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?

o   Es gibt nur einen Film, der mich zum Lachen und Weinen bringt: LÉOLO v. Jean-Claude Lauzon

·       Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?

o   MOBY DICK – weil es alles enthält, was ein gutes Buch ausmacht (Spannung, Abenteuer, Philosophie, Psychologie …).

·       Lebensmotto?

o   „Jede Art von Schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige“ – Voltaire

·       Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?

o   Unterstützt die lokalen Buchhändler/innen und die Kleinkunstszenen!

·       Bestimmt wirst Du oft in Interviews das Gleiche gefragt. Welche Fragen können Du nicht mehr “lesen” und welche Frage würdest Du gerne einmal beantworten?

o   Interviews habe ich noch nicht so häufig geführt, daher bin ich für alles offen und nicht gelangweilt.

·       Planst Du Deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

o   Der Anfang muss schon passen, dann kann sich eine Geschichte auch noch verändern und der Schluss des Öfteren angepasst werden. Auch die Charaktere verselbstständigen sich mal, aber die fange ich dann schon wieder ein😊

·       Hast du selber schon mal die Orte/Gegenden bereist von denen Du in deinen Romanen so schreibst? Und was lässt Dich immer wieder solche Orte für Deine Romane auswählen?

o   Wenn man über Orte/Gegenden schreibt, sollte man schon mal dagewesen sein oder zumindest gut recherchiert haben. Würzburg, die Mainschleife, hier lebe ich und habe gearbeitet. Daher kann ich es mit allen Sinnen erfassen und versuchen, beim Leser/in Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Kopfkino, eben.

 ·       Wie gehst du mit negativen Rezensionen um?

o   Damit muss man auch leben. Es ist ein wenig frustrierend, aber es hält mich nicht ab, weiter zu schreiben. Kam bis dato nicht so häufig vor😉ist aber auch motivierend, noch besser zu werden.

·       Was magst du überhaupt nicht in Büchern?

o   Kitschige Happyends und Bücher, die nur auf den Massengeschmack ausgerichtet sind

Vielen lieben Dank, Volker Sebold für das sehr interessante Interview.