- Magst Du Deinen Verlag einmal in kurzen Worten vorstellen? Wie ist seine Entstehungsgeschichte?
- Herzlichen Dank für die Einladung zu diesem Interview. Ich freue mich, die Franzius Verlag GmbH vorstellen zu dürfen. Wir veröffentlichen inspirierende und erkenntnisreiche Literatur aller Genres. Der 2015 von Simone C. Franzius und Detlev Schultz gegründete Verlag setzt auf inhaltlich wertvolle Literatur abseits des Mainstreams. Wir veröffentlichen Belletristik (auch Krimis), Sachbücher/Ratgeber und Jugendliteratur. Der Verlag wuchs bis heute auf 31 Autoren und knappe 70 aktive Titel an.
- Wie kommt man zu seinem eigenen Verlag?
- Als ich für meine eigenen Bücher damals einen Verlag gesucht habe, konnte ich sie niemandem geben: Keinen der Verträge hätte ich unterschreiben wollen. Also gründete ich einen Verlag, den wir am 01.01.2015 für alle öffneten. Es kostete mich einiges an Mühe, einen Autorenvertrag zu verfassen, den ich selber jederzeit unterschrieben hätte.
- Was ist das Besondere an diesem Verlag?
- Unsere internen Strukturen sehen weitestgehende Hierarchielosigkeit sowie freie Zeiteinteilung und Ortswahl bei dem vor, was ich nie wieder „Arbeit“ nennen werde, denn wir haben alle Freude an dem, was wir tun. Wir führen ein überaus freundschaftliches Verhältnis zu allen Autoren und innerhalb des Teams und schreiben das Wort „MITeinander“ groß.
- Wie viele Mitarbeiter hat dieser Verlag?
- Zum Team gehören außer mir und Detlev Schultz noch eine Lektorin und eine Cover-Spezialistin. Hinzu kommen andere freie Mitarbeiter oder Blogger.
- Werbung für den Verlag, wie gestaltet diese sich?
- Als ausgebildeter Online Marketing Manager übernehme ich die Werbung in den Sozialen Medien und die Newsletter. Ein PR Fachmann verschickt Pressenotizen und schreibt die Buchhändler an. Eine Agentur kümmert sich um die Werbung. Wir haben einen verlagseigenen Shop unter www.franzius-buchshop.de (bei dem es auch möglich ist, mit dem Amazon-Konto zu bezahlen). Es finden Gewinnspiele und andere Events statt.
- Distribution und Buchmessen …
- Alle Bücher sind im Buchhandel bestellbar sowie bei amazon prime-fähig und erscheinen auch als E-Book. Für die Distribution sorgt ein Verlagsauslieferer/Dienstleister. Wir unternehmen Handelsreisen und sind wenigstens einmal pro Jahr auf einer Messe vertreten. Dieses Jahr in Berlin. Dennoch erwarten wir von Autoren die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit bei der Bewerbung der Bücher (in Abstimmung mit uns) – aber wenigstens einen Facebook Account.
- Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei Deinem Verlag aus?
- Alle Autoren bestätigen: Es musste noch niemand für die Erstellung/Veröffentlichung eines Buches etwas bezahlen. Nach der Unterzeichnung des Autorenvertrages wird - in Abstimmung mit dem Autor – das Cover erstellt. Sind wir uns einig, erfolgt die Anmeldung des Titels. Ist das Buch durch das Lektorat/Korrektorat, wird ein E-Book erstellt und der Buchsatz gemacht. Das E-Book wird über einen Dienstleister distribuiert, das Print über die Verlagsauslieferung WERKSTATT. Jede Auflage wird individuell geplant. Bücher können auch überarbeitet werden und es finden laufend Nachdrucke statt. Wir produzieren in der Regel zwei Bücher pro Monat.
- Wie sieht die Zukunft aus oder wie könnte die Zukunft aussehen?
- Wir befinden uns in einem kontinuierlichen Prozess eines gesunden Wachstums und arbeiten daran, stets bekannter zu werden.
- Deine Buchempfehlung für die Leser?
- Im Bereich Belletristik erscheint in Kürze der skurrile Roman von Andreas Reichelt namens „Übelst“.
- Im Bereich Ratgeber erscheint in Kürze „Ketoga - Ketogene Ernährung und Yoga“ von F. P. Calderaro.
- Zu guter Letzt …
- Wer mich näher kennenlernen möchte, stelle mir gerne eine FB Freundschaftsanfrage. Für weitere Fragen stehe ich gerne zu Verfügung. Autoren melden sich mit einem Exposé und dem Manuskript einfach und unkompliziert bei: manuskripte@franzius-verlag.de
Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)
Seiten
Interviews
Interviews nicht nur mit Autoren, nein auch andere Interviews findet man hier.
Dienstag, 25. September 2018
Verlagsinterview ... Franzius Verlag
Sonntag, 16. September 2018
Interview mit einem Autor ... Thomas Pregl
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- Wie kamst Du auf die Idee zu dem Krimi?
- Ich habe lange als Journalist in der Glücksspielbranche recherchiert. Manchmal erfährt man von Machenschaften, die offensichtlich sind, aber die man nicht schreiben kann, weil es sonst Klagen hageln könnte. Somit habe ich alles, was ich von den Machenschaften, die ich erfahren habe, in einem Krimi verpackt. „Frankenhölle“ ist somit sehr authentisch und realistisch - und verdammt nahe dran an der schmutzigen Wahrheit.
- Sind dort eventuell biografische Elemente mit darin verarbeitet?
- Ja, es lassen sich autobiografische Elemente finden, aber nicht eins zu eins übertragen. Natürlich ist jede Art von Literatur auch vom Autor geprägt - ob er das will oder auch nicht.
- Ist schon ein neues Buch in Bearbeitung und wenn ja, möchtest Du mir kurz verraten, worum es diesmal geht?
- Mein neuer Krimi ist in Arbeit, auch wenn das Wort Arbeit da nicht so richtig zutrifft, da ich nur ab und an ein paar Zeilen in den PC quetsche. Thema ist, was Religion mit Menschen macht, ausgehend von den Rintfleisch-Progromen gegen fränkische Juden vor vielen hundert Jahren.
- Wärst Du lieber der Schurke oder der Gute in Deinen Krimis, falls Du dort eine Rolle spielen könntest?
- Ich bin ein unverbesserlicher Optimist, der zunächst immer an das Gute im Menschen glaubt - und dann erst durch Erfahrung eines Besseren belehrt wird. Winnetou und Karl May haben mich für das Gute mehr sensibilisiert als die katholische Kirche. In meinen Kinderträumen wollte ich immer Old Shatterhand oder der edle Indianer sein. Von daher wäre ich auch lieber der positive Held in meinen Krimis. Obwohl: Bösewichte straffrei literarisch zu ermorden, hat auch seinen Reiz.
- Wie recherchierst Du für Deine Bücher?
- Ich recherchiere sehr journalistisch. Vor Ort, mit Internet, Befragung, Quellenauswertung. Das ist mühsam, im Zeitalter von Fake News aber umso wichtiger.
- Hast Du lange gebraucht, um einen Verlag zu finden, der Deine Bücher druckt und herausbringt?
- Nein, ein Buchhändler hat „Frankenhölle“ dankenswerterweise einem Verlag empfohlen.
- Du schreibst ja Krimis. Möchtest Du auch mal andere Genre probieren?
- Ja, ich möchte gerne mal eine Urlaubssatire schreiben. Und es gibt sogar schon ein sehr antiquiertes Sachbuch von mir - „Gewinnen beim Squash“.
- Du warst bestimmt nicht immer Autor. Welchen Beruf hast Du vor dem Schreiben ausgeführt und seit wann bist Du am Schreiben.
- Ich bin beruflich ein Wanderer zwischen den Welten. Ich habe bestimmt schon in 20 sehr unterschiedlichen Aushilfsjobs gearbeitet. Und hauptberuflich habe ich als Lehrer begonnen, habe dann über 20 Jahre als Journalist gearbeitet, bevor ich wieder in den Lehrerberuf zurückgekehrt bin. Die jetzige Kombination - Schüler unterrichten und zu schreiben - ist ein unschätzbares Privileg für mich.
- Hat sich Dein Leben verändert, als Du Dein erstes Buch herausgebracht hast?
- Nein. Wenn ein Buch fertig ist, hat man ein bisschen Bauchkribbeln und gespannte Vorfreude. Das verfliegt jedoch genauso schnell wie das Warten auf die Zeitung mit deinem neuen Artikel.
- Wie sieht momentan Dein Alltag aus? Wieviel Zeit verbringst Du mit dem Schreiben? Und wie baust Du den Alltag in das Schreiben ein?
- Der Alltag wird natürlich durch meine beiden Berufe geprägt. Hinzu kommen Kellerbesuche, Eishockey-Touren zu den Spielen der Krefeld Pinguine, Sport schauen, Serien gucken, lesen. Ich schreibe täglich, auf Facebook, für die Fränkische Nacht, an meinem neuen Buch, für die Politik. Aber auch für die Schule.
- Hast Du noch Projekte, die Du in Zukunft erreichen wollen oder beenden wollen.
- Ich träume immer noch davon, dass es in Bamberg endlich mal eine kritische Zeitung gibt, für die ich schreiben darf.
- Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?
- Boah, schwer zu sagen. Von meinem Vater habe ich vielleicht gelernt, nicht so zu sein wie er. Von meiner Mutter habe ich den Gerechtigkeitssinn und die rheinische Offenheit.
- 3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?
- Morgens das Lachen meiner Frau, mittags ein Auswärtssieg der Krefeld Pinguine und abends ein Fünf-Gänge-Menü bei Bettina Hofmann in Schindelsee.
- Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?
- Obwohl ich den Film „Schindlers Liste“ bestimmt schon zehn Mal (vor allem mit meinen Schülern) gesehen habe, bringt er mich immer noch zum Weinen. Es ist erschütternd, was Menschen Menschen antun können. Und es ist bewegend und mutmachend, wie man sich dagegen auflehnt. Über viele Filme kann ich herzhaft lachen. „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ gehört dazu. genauso wie der Klassiker aus dem Jahre 1972 von Polanski „Alles, was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“.
- Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?
- Im Moment „Wer bin ich und wenn ja wie viele?“ von Richard David Precht. Und all´ den „besorgten Bürgern“, Hetzern auf Facebook, Rassisten und blaurotlackierten Nazis empfehle ich mal einen Blick in das Grundgesetz.
| Bild von Emons Verlag |
Donnerstag, 13. September 2018
Verlagsinterview ... diesmal der Fehnland Verlag
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| www.Fehnland-verlag.de |
Wenn man an „Fehnland-Verlag“ denkt, sagt das einem
erst mal gar nichts. Kann ja auch nicht, denn diesen kleinen feinen Verlag gibt
es erst seit kurzem. Gegründet hat ihn Dr. Michael Kracht und, was mich echt
positiv überrascht hat, er ist zur Schule gegangen studierte unter anderem auch
in Würzburg. (Nur am Rande bemerkt, ich wohne im Schweinfurter Land, ca 45 km
von Würzburg weg :-D)
Aufmerksam bin ich auf den Verlag eigentlich geworden
durch Manfred Lukaschewski und sein bald erscheinendes Buch „Morden für Anfänger –
ein Ratgeber für Krimi-Autoren und Leser“
Dr. Kracht ist von Haus aus Biologe, hat über 30
Jahre lang in der Arzneimittelentwicklung gearbeitet, und dabei lange und weite
Forschungsreisen unternommen. Neben fast allen europäischen Ländern, hat er Nord-,
Mittel- und Südamerika bereist, war vier Jahre lang in Indien, und jeweils zu
kürzeren Aufenthalten in Ägypten, Saudi Arabien, Qatar, Jemen und Tunesien.
Nach der Pensionierung hat Dr. Kracht seinen
Platz hier im Verlagswesen gefunden. Und so hat er mit Freude auf meinen
braunen Sofa Platz genommen und mir seinen kleinen feinen Verlag einmal
vorgestellt. Vielen Dank, Dr. Michael Kracht!
· Magst
Du Deinen Verlag einmal in kurzen Worten vorstellen? Wie ist seine
Entstehungsgeschichte?
o
Sehr gerne, Anja. Ich habe vor einigen
Jahren, vor allem während längerer Dienstreisen, angefangen zu schreiben. Erst
nur kurze Notizen, Stimmungsbilder, einzelne Szenen. Aber ich hatte da schon
die Idee, irgendwann daraus auch ein Buch zu machen. Da ich schon immer sehr
viel im Internet gearbeitet hatte, war es naheliegend, auch für das Schreiben
und Recherchieren das Internet zu nutzen. So kam ich sehr schnell in
Facebook-Gruppen für Autoren. Da bekam ich dann zwei wichtige Problemfelder der
Autoren mit: Lektorieren und einen Verlag finden. Ich war schon immer ein
„Macher“: Wenn ich ein Problem gesehen habe, habe ich versucht, es zu lösen.
Also habe ich bei der „Akademie der Deutschen Medien“ eine Ausbildung zum
Lektor gemacht; hat etwa ein Jahr gedauert. Dann habe ich das nächste Problem
angepackt und einen Verlag gegründet. Das ging schneller: Ein Gang zu unserem
Rathaus, Gewerbeanmeldung für 30,- €, das wars!
· Seit
wann gibt es den Verlag?
o
Die offizielle Anmeldung war am 3. April
2017, das erste eigene Buch ist dann am 14. September 2017 erschienen, also vor
genau einem Jahr. Inzwischen sind 15 Titel auf dem Markt, einige bereits in der
2. Auflage.
· Wievielte
Mitarbeiter hat dieser Verlag?
o
Der Verlag hat genau einen festen
Mitarbeiter – nämlich mich. Daneben gibt es einige freie Mitarbeiter und einige
Dienstleister.
· Wie
sieht ein normaler Arbeitstag bei Deinem Verlag aus?
o
Meistens sitze ich ab 9 Uhr am
Schreibtisch. Vormittags kann ich am besten die „Verwaltungsarbeit“ machen,
also Rechnungen schreiben oder bezahlen, Briefe beantworten, Bücher
verschicken, mit Dienstleistern telefonieren, E-Mails – und so weiter. Am
Nachmittag sitze ich dann eher an Korrekturarbeiten oder Lektorat, oder lese
mir eingeschickte Manuskripte durch, mache den Buchsatz oder programmiere
E-books.
· Was
ist das Besondere an deinem Verlag?
o
Ich konzentriere mich auf wenige Genre,
aber da versuche ich, gute Bücher zu machen.
· Werbung
für den Verlag, wie gestaltet diese sich?
o
Heikles Thema! Ein Kleinverlag, wie der
Fehnland-Verlag, hat ja meistens auch ein begrenztes Budget. Ich kann mir also
keine großen Anzeigen in den Illustrierten oder Fernsehwerbung leisten. Ich
mache vor allem Werbung in den social media, also Facebook, Instagram, eigene
Internetpräsenz, zweimal im Jahr gibt es ein Verlagsverzeichnis, dann gehe ich
auf Buchmessen.
· Gibt
es einen Schwerpunkt bzw. bestimmte Genre in Bezug Bücher in Deinem Verlag? Z.
B. Krimis, Kinderbücher oder Romantik?
o
Ich mache Spannungsliteratur – also
Krimis, Thriller – und daneben anspruchsvolle Gesellschaftsromane.
Kinderbücher, Fantasy, Horror, Lyrik machen wir nicht.
· Thema
Buchmessen? Wie steht der Verlag zu Buchmessen?
o
Ich gehe sehr gerne auf Buchmessen!
Natürlich am liebsten auf solche, wo ich etwas verkaufen kann. Auf der
BuchBerlin (24.-25. November) bin ich in dieses Jahr zum dritten Mal. Dazu kommt
dieses Jahr erstmals die BookOldesloe (3.-4. November). Im Juni war ich auf der
Buchmesse Hofheim, und im März auf der Leipziger Buchmesse. Auf den beiden
letzten habe ich aber leider nichts verkauft – kein einziges Buch.
· Wie
kommt der Preis von einem Buche zustande?
o
Generell ist das eine normale Kalkulation,
wie in allen Gewerbebranchen: Ich nehme alle Unkosten, rechne meine
Gewinnspanne dazu, und habe den Verkaufspreis. In der Praxis ist es leider doch
viel komplizierter: Ich muss zusehen, dass am Ende der Preis noch „bezahlbar“
für die Leser bleibt. Am meisten verdient der Handel – 30-35% des Buchpreises.
Etwa 20% kosten Druck und Cover, je 10% bekommen der Vertrieb, der Autor und
der Verlag, der Rest geht drauf für Steuern, Werbung und sonstige Nebenkosten –
es bleibt kaum war übrig!
· Wie
siehst Du das Verhältnis von E-Books und gebundenen Büchern? Gibt es vielleicht bald keine gedruckten
Bücher mehr? Oder ist so ein Ebook eine gute Ergänzung?
o
Ich glaube und hoffe, es wird immer gedruckte
Bücher geben. Die E-books machen etwa 15-20% vom Umsatz aus. Auf Reisen habe
ich selber einen Reader dabei – zu Hause lese ich nur Gedrucktes.
· Was
zeichnet in Deinen Augen ein gutes Buch aus?
o
Ein spannender, gut erzählter Inhalt. Und
ein handwerklich gut gemachtes Buch – also möglichst ohne Fehler, guter
Buchsatz, saubere Druck, gute Bindung. Und ein Cover, das Aufmerksamkeit
erregt.
· Wie
viele Autoren arbeiten derzeit für Deinen Verlag?
o
Ich habe einmal unsere Kurzkrimi-Reihe
„teilweise tödlich“ – der vierte Band ist gerade erschienen. Da sind regelmäßig
18-22 Autoren beteiligt. Und dann gibt es die Romane, das sind zurzeit 12
Autoren.
· Gibt
es Autoren, von denen Du unbedingt mal gerne was verlegen würdest?
o
Da kann ich gar keine Namen nennen. Die
berühmten Autoren kann ich mir nicht leisten, und die würden sicher auch nicht
zu einem kleinen Verlag kommen.
· Welche
Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Du ein Manuskript in die engere
Auswahl für eine Veröffentlichung nimmst?
o
Es muss vor allem spannend sein. Ich muss
schon beim Lesen der Leseprobe das Gefühl haben, das es mich in das Buch
hineinzieht, das ich nicht aufhören kann oder will zu lesen. Dann muss
natürlich das Thema stimmen, und außerdem muss es erkennbar nicht zu viel
Arbeit machen beim Lektorat und Korrektorat.
· Wie
unterstützt Du die Autoren in Bezug auf Werbung?
o
Wir machen für fast alle Bücher
Lesezeichen, und wir unterstützen die Autoren den Druck von Plakaten für
Lesungen. Die Bücher werden immer und wiederholt durch Werbung auf Facebook und
Instagram angeboten, und wir versuchen, für den Autor Lesungen zu organisieren.
· Wie
kommen die Autoren auf deinen Verlag? Welche Kriterien sind da auschlaggebend?
o
Das kann ich Dir gar nicht beantworten –
da müsste man mal die Autoren befragen 😊
· Wie
sieht die Zukunft aus oder wie könnte die Zukunft aussehen?
o
Ich werde weiter gute Manuskripte suchen
und pro Jahr etwa 10 neue Buchtitel veröffentlichen.
· Deine
Buchempfehlung für die Leser?
o
Ich liebe alle meine Bücher und möchte
eigentlich keins besonders hervorheben. Trotzdem: „Jahrring“ von Sabine
Hennig-Vogel ist ein besonders gut gelungener Krimi, der die Wendezeit und die
Stasi-Vergangenheit beleuchtet; und der Roman „Affenleuchten“ von Lisa Weichart
– ein Psychothriller – schildert sehr eindringlich eine Abhängigkeitsbeziehung.
Ich denke, Affenleuchten werde ich mir wohl mal näher anschauen. Schon allein weil die Protagonistin Anja heißt :-D.
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