Interviews

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Samstag, 6. Januar 2018

Interview mit einem Autor ... diesmal Matthias Soeder


Bumm, bumm, bumm, bummbummbumm......so ist ein Teil des Debüt - Krimi von Matthias Soeder. Nungut, nicht wortwörtlich, aber der Herzschlag halt :-). Ich denke, das Matthias Soeder öfters auch Herzklopfen hat beim Fliegen, denn er ist eigentlich  Jumbo Kapitän.  Ein "waschechter" Weltenbummler :-), der das Abenteuer liebt, neue Erlebnisse macht und immer wieder neue Landschaften kennen lernt. Ein Bürojob --- nein Danke!! Doch dann erwachte  wieder der Wunsch zu schreiben, zumal er früher einige Kurzgeschichten geschrieben hat. Dazu hat er sogar ein zweijähriges Studium in Belleristik absolviert. Kompliment!!
Übrigens stelle ich Matthias Soeder auch auf meiner Seite "Fränkische Autoren" vor.

"Herzschlag der Gewalt" ist sein Thriller. Mehr über den symphatischen Überflieger findet man auf seiner Homepage.
https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSpfscLW7IT7esJp0f90xA6PVvVJdwAc6S0n3bvxZgBHwQbdDoHUg
fotolia
http://www.matthias-soeder.de/wp-content/uploads/cropped-matthiassoeder3.jpg
www.matthias-soeder.de
                Aber nun sage  ich erst einmal Danke für das sympathische Interview. 
               Und was Matthias Soeder alles so zu erzählen habt, könnt Ihr jetzt hier nachlesen.        


       Wie kamst Du auf die Idee Buch? Es ist ja dein erstes Buch.
o   Ich hatte schon immer kreative Gedanken. Zum Beispiel erfand ich als Kind oft Geschichten, während ich sie erzählte. Als Jugendlicher versuchte ich mich mit dem Schreiben von Geschichten, hatte jedoch nicht die Ausdauer. Vor etwa 5 Jahren war plötzlich der Wunsch wieder da, ein Buch zu schreiben. Ganz stark diesmal. Ich überlegte mir für einige Tage einen Plot, dann fing ich an. Doch nach etwa 60 Seiten merkte ich, dass mich die Organisation der Geschichte total überforderte. Ich brauchte Hilfe und so absolvierte ich ein zweijähriges Fernstudium im Fach Belletristik. Mit dem erlernten Wissen stürzte ich mich wieder auf mein Buch. Das Resultat: Herzschlag der Gewalt.
·         Sind dort eventuell biografische Elemente mit darin verarbeitet?
o   Oh ja. Eine ganze Menge. Als ich 18 Jahre alt war, zog ich in eine eigene Wohnung. Ich war der jüngste Soldat im Bataillon, war im Rockerclub, hatte Kontakt zur Würzburger Drogenszene, war Zeitsoldat.
·         Ist schon ein neues Buch in Bearbeitung und wenn ja, möchtest Du mir kurz verraten, worum es diesmal geht?
o   Ich habe schon 300 Seiten geschrieben. Allerdings noch im Rohentwurf. Es wird noch mindestens ein Jahr dauern, bis es veröffentlicht werden kann. Es ist keine Fortsetzung von Herzschlag der Gewalt. Doch auch diesmal spielt ein Frachtpilot eine Rolle. Diesmal kommen auch übernatürliche Kräfte ins Spiel. Ich glaube, Stephen King schreibt auch so in der Art.
·         Wärst Du lieber der Schurke oder der Gute in Deinen Krimis, falls Du dort eine Rolle spielen könntest?
o   Ich tendiere zum Guten. Das entspricht meiner Natur. Wenn ich schreibe, dann versetzte ich mich in die Lage der Charakter. Und bei den Bösen versuche ich eben, so wie sie zu denken und zu handeln. Das macht auch Spaß und befriedigt meine kriminelle Ader.
·         Wie recherchierst Du für Deine Bücher?
o   Mein Job als Frachtpilot macht es mir natürlich einfach, an die Orte des Geschehens zu reisen. In Nairobi findet ein Großteil der Handlung statt. Ich war oft dort, besuchte die Orte des Geschehens, sprach mit Menschen, wurde verfolgt und verhaftet. Es war sehr aufregend und hat viel Spaß gemacht. Etwa 5 bis 10 % der Recherche fließen dann auch in das Buch ein. Google ist natürlich immer eine gute Option. Interviews mit Kriminalbeamten sind auch sehr hilfreich. Für mein neues Buch überlege ich mir, Kontakt zu Schwerkriminellen aufzunehmen, herauszufinden, wie sie denken und handeln. Vielleicht besuche ich einen der Jungs im Gefängnis.
 ·         Hast Du lange gebraucht, um einen Verlag zu finden, der Deine Bücher druckt und herausbringt?
o   Ich bin Selbstverleger. Natürlich versuchte ich, einen Verlag zu finden, was sich als sehr schwierig darstellte. Aber ich war durch mein Studium vorgewarnt. Die Agentur Antas-Bindermann-Listau hat mich jedoch unter Vertrag genommen. Frau Antas war meine Agentin. Doch dann gab es überraschend einen Todesfall in der Agentur und die Arbeit von drei Agenten musste von zwei Agenten gemacht werden. Ich fühlte mich nicht wohl dabei und im gegenseitigem Einverständnis haben wir den Vertrag aufgehoben. Ich nahm die Geschicke meines Buches selbst in die Hand und es hat sehr gut funktioniert. Ein Verlag aus Frankfurt wollte mein Buch übernehmen, dann wäre es aber erst zu Ende 2018 veröffentlicht worden. Ich war zu ungeduldig.
o   Druck wurde bei CPI gemacht. Ich bin sehr zufrieden mit der Druckerei.  Ich musste viel Zeit in die Veröffentlichung stecken. Zeit, die ich lieber in das Schreiben gesteckt hätte. Aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht.
·         Schreibst Du nur Krimis oder auch andere Genrebereiche?
o   ich schreibe Thriller. Ich schreibe das, was ich auch gerne lese. Harte Thriller. Im Fernstudium wurde gesagt, dass Erotik total in Mode ist und wir Autoren sollten uns darin versuchen. Ich schreib einige erotisch-gewaltvolle Kurzgeschichten. Doch mich spricht das nicht an und ich habe wieder damit aufgehört. Mein Herz gehört dem harten Thriller und dabei wird es bleiben.
·         Auf Deinen Blog gibt es ein paar Kurzgeschichten. Hast du vor, diese mal als Anthologie herauszubringen?
o   Dazu müsste ich noch mehr Kurzgeschichten haben.  Sollte ich eines Tages genug Geschichten angehäuft haben, dann kann ich mir auch vorstellen, eine Anthologie zu veröffentlichen. Es gibt übrigens schon die Anthologie „Das Letzte Date“, von einer Freundin – Andrea Habeney - herausgegeben. Sie ist in der Frankfurter Buchszene als lokale Krimiautorin und Verfasserin von Fantasieromanen bekannt.  Ich bin in der Anthologie mit 5 Geschichten vertreten.
·         Du warst bestimmt nicht immer Autor. Welchen Beruf hast Du vor dem Schreiben ausgeführt und seit wann bist Du am Schreiben.
o   Ich war Zeitsoldat, und seit 25 Jahren bin ich Verkehrspilot. Seit etwa 5 Jahren schreibe ich.
·         Wann hast Du herausgefunden, dass Du das Schreiben hauptberuflich machen möchtest
o   Noch bin ich Verkehrspilot und Schreiben ist mein Hobby. Wenn ich in Rente gehe, dann kann ich mich natürlich voll auf das Schreiben stürzen.
·         Hat sich Dein Leben verändert, als Du Dein erstes Buch herausgebracht hast?
o   Nicht wirklich.
·         Wie sieht momentan Dein Alltag aus? Wieviel Zeit verbringst Du mit dem Schreiben? Und wie baust Du den Alltag in das Schreiben ein?
o   Das ist sehr unterschiedlich. Schreiben kann man zum Glück überall. Wenn ich beruflich unterwegs bin, dann kann ich gut im Hotel schreiben. Wenn ich zuhause bin, dann stürzte ich mich da in die Tasten. Ich habe keinen geregelten Alltag. Ich bin am Stück länger zuhause, aber auch am Stück länger unterwegs in der Welt. Schreiben nimmt inzwischen den weitaus größten Teil meiner Freizeit ein.
·         Hast Du noch Projekte, die Du in Zukunft erreichen wollen oder beenden wollen.
o   Mein nächstes Buch veröffentlichen.
·         Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?
o   Von beiden Bodenständigkeit, dankbar sein für das, was man hat.
·         3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?
o   Harmonie mit meiner Partnerin, Schreiben, glückliche und zufriedene Menschen.
·         Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?
o   Zum Lachen? Filme von Lois de Funes. Zum Weinen: Still Alice.
·         Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?
o   Neben meinem Thriller Bücher von Dan Brown und Kenn Follett. Die beiden Starautoren schaffen es, mich in ihre Geschichte zu ziehen. Die Beschreibungen sind so geschickt angelegt, dass man in der Geschichte lebt.
·         Lebensmotto?
o   Egal ob ich Gutes oder Schlechtes tue, ich werde die Quittung dafür bekommen. Irgendwann und irgendwie, vielleicht auch erst im nächsten Leben, aber sie kommt, die Quittung.
o   Ich will also Gutes tun. Das schöne an diesem Motto ist, dass ich - falls ich mich täusche, nichts verliere. Aber wenn Schlechtes tun würde und mein Motto stimmt, dann ...
·         Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?
o   Oh je. Da gibt es vieles. Ich wünschte, ich wäre so populär wie die großen Stars der Buchszene. Dann würde ich meinen Einfluss einsetzen und zu mehr Vernunft, Rücksichtnahme und Toleranz aufrufen.
·         Bestimmt wirst Du oft in Interviews das Gleiche gefragt. Welche Fragen können Du nicht mehr “lesen” und welche Frage würdest Du gerne einmal beantworten?
o   Ich hatte noch nicht viele Interviews. Beantworten würde ich gerne Fragen zu „Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?“
·         Planst Du Deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?
o   Nein. Ich kreiere nur einen groben Plot. Es kann durchaus passieren, dass die Geschichte eine gewisse Eigendynamik entwickelt. Ich kontrolliere dann nur, in wieweit ich das zulasse.
·         Hast du selber schon mal die Orte/Gegenden bereist von denen Du in deinen Romanen so schreibst? Und was lässt Dich immer wieder solche Orte für Deine Romane auswählen?
o   Ich besuchte die meisten Orte des Geschehens.
·         Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir?
o   Weil du neugierig bist.
 (hihi, erkennt mich jetzt schon:-D)
·         Wie gehst du mit negativen Rezensionen um?
o   Ich nehme sie mir zu Herzen, überlege, ob das stimmt und verarbeite sie dann. Interessanter Weise habe ich bisher für meinen Thriller fast ausnahmslos sehr gute Rezensionen bekommen. Ich bin aber in einer Autorenrunde, und da lesen wir auch von unseren Werken. Da geht es schon mal deutlich zur Sache und ich habe schon einiges an Kritik abbekommen.  Ich begrüße negative Kritik, denn die ist es, die mich weiterbringt und formt.
·         Was magst du überhaupt nicht in Büchern?
o   Abschweifende, langweilige Textteile, die eine Geschichte nicht voranbringen.

Kommentare:

  1. Der Autor scheint wirklich sympathisch und vor allem bodenständig zu sein! Das ist immer eine gute Eigenschaft :-). Sehr schönes Interview!

    lg Nadine von Nannis Welt

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  2. Naja, ich denke, manchmal "hebt" Matthias schon ab :-) Oder noch?

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