Interviews

Interviews nicht nur mit Autoren, nein auch andere Interviews findet man hier.

Sonntag, 24. Oktober 2021

Tag1: die Anreise und das erste Erkunden (2021)

 Ja, es geht los, auf zur Frankfurter Buchmesse nach zwei Jahren Entzug!

Gestern war ich ja auf dem Konzert von Max Raabe und kam erst so gegen 23:30 heim. Und heute Morgen stand ich relativ zeitig auf, um zur FBM zu fahren.

Los ging es so gegen 8:30 Richtung Frankfurt. Die Autofahrt war mal wieder so naja, denn der Verkehr war grausam. In der Baustelle, wo ich 80 fahren durfte, wurde ich linksseitig mit hoher Geschwindigkeit überholt. Man wurde geschnitten auf der Autobahn beim Einfädeln und so weiter. Und dann die vielen blöden Baustellen. 

Nach gut 1,5 Stunden – etwas länger – kam ich doch an auf die Buchmesse und stürzte mich voller Freude in die Hallen. Interessant waren für mich die Hallen 3.0 und 3.1, denn die anderen (4.0 / 4.1) waren nur die Ausländischen und die fand ich nun nicht so interessant. Schnell fand ich den Stand von Jens, der mich sehr herzlich begrüßte und sich echt freute, mich zu sehen. Wir plauderten ausgiebig, bevor ich mich weiter umschaute. Diesmal war alles klein gehalten und begrenzt von den Ständen. Und für mich so viele neue Stände und weniger Bekannte. Aber dadurch kam ich dazu, mehr zu entdecken. Trotzdem sah ich hin und wieder den ein oder andren Bekannten und freute mich auch diese zu sehen.


Auch in Halle 3.1 fand ich den Stand von Gerd Fischer (mainbook Verlag) und den Schriftsteller Thorsten Fiedler. Beide freuten sich sehr und begrüßten mich ganz herzlich. Es gab so einiges zu plaudern. Doch dann wollte ich nochmal die Halle 3.1 anschauen und zog wieder los.

Interessant war dann der Stand von CalmeMara Verlag, der an einen Gnadenhof beteiligt ist. Mir ist dann das Buch, der etwas andere Nikolaus“ aufgefallen und ich kam mit einer Verlagsmitarbeiterin ins Plaudern. Naja, ich gestehe, eigentlich ist die Plüschkuh auch mit Schuld daran, dass ich den Stand näher betrachte.  Jedenfalls erzählte mir sie, was es mit dem Nikolaus auf sich hat und dem Gnadenhof. Nikolaus ist ein echter Hahn und teilweise ist das Buch die Wahrheit über den Hahn.

Ich war begeistert und werde diesen Verlag und auch den Gnadenhof auf jeden Fall näher vorstellen. Als Dankeschön durfte ich mr das Buch als Rezensionsexemplar mitnehmen. Vielen lieben Dank!!

Um 13 Uhr wollte ich unbedingt das Gespräch mit Jens Söring (er saß 33 Jahre in Haft für den Mord an den Eltern seiner damaligen Freundin) anhören. Aber ich gestehe, nach 20 min hatte ich genug. Irgendwie nervte mich dieses Gespräch und fand es nicht so interessant. Genau warum kann ich nicht sagen, aber die Art davon störte ich ein wenig.

Also schlenderte ich nochmals durch die Halle und stellte fest, dass es wirklich eine abgespeckte Form der Buchmesse war. Viele Verlage, die sonst große Stände hatten, waren diesmal so klein, dass man sie fast übersehen hätte.  So auch den Peter Meyer Verlag oder Kunstmann. Genauso in Halle 3.0. Trotzdem war das ein schöner freudiger Buchmessen Tag gewesen.

Die Hinfahrt zum Hotel war allerdings eine Katastrophe gewesen. Richtung Neu-Isenburg eine große Baustelle und die Abfahrt dazu so verzwickt, dass ich sie übersehen hatte und im Flughafen Vorgelände rumfuhr, bis ich wieder da draußen war. Ich war da eh schon genervt von der Autofahrt und fand dann die richtige Abfahrt und geriet prompt auf der Landstraße in einen Stau, wo nichts mehr ging teilweise. Stillstand. Und warum? Da genau vor dem Hotel eine Baustelle war, staute sich der Verkehr sich fast 4 Km zurück wegen der 3 Ampeln. Der Parkplatz vom Hotel war so blöd „verbaut“ von der Baustelle, dass ich ihn zweimal nicht gefunden hatte und nur durch Zufall die Straße abbog, wo er sich befand. Jetzt war ich vollendends genervt!

Nach dem Essen, was ich auf dem Zimmer einnahm, entspannte ich mich und freute mich schon auf den zweiten Buchmessentag ohne Auto.  

Viele Bilder gab es nicht zu machen in den 2 Hallen, aber ein paar habe ich Euch mitgebracht.

 



 

Tag 2: jetzt weiß man schon Bescheid (2021)

 Der zweite Tag begann schon mit Sturm… naja, oder das was noch da war. Nach dem Frühstück machte ich mich auf, um die Bahn um 9:47 zu erreichen. Als ich da so saß und wartete, las man auf der Anzeige, dass dieser Zug wegen Sturm ausfiel. Na toll! Also wartete ich auf den Zug eine Stunde später. Der, so stellte sich heraus, fuhr aber nur eine Station weiter und nicht wie geplant zum Bahnhof. Naja, dachte ich, hoffe ich mal auf die S4. Tja, ohne die Rechnung mit dem Sturm gemacht, denn diese fiel komplett aus. Schon war ich genervt und beschloss zurück zu fahren und gefrustet im Hotelzimmer zu bleiben. Doch meine „Sehnsucht“ zur Buchmesse wuchs und so fuhr ich doch wieder mit dem Auto. Obwohl ich nicht mehr fahren wollte, wegen den ganzen Baustellen und den Staus.

Diesmal kam ich so gegen 11:30 an und die Hallen waren wieder fast leer. Also gut, verpasst hatte ich nicht und ich drehte meine übliche Runde und plauderte mit den guten Bekannten und mit den anderen Standmitarbeitern, Autoren und Verlagsmitarbeiter. Es waren teilweise nette Gespräche. Es war überall noch sehr ruhig. Aber irgendwo hatte sich auch ein wenig die Atmosphäre verändert. Vielleicht bildete ich mir auch was ein, wer weiß. Aber teilweise waren die Standmitarbeiter so sehr in ihre eigenen Gespräche vertieft, dass sie die Besucher gar nicht wahrgenommen haben. Von den großen Verlagen mal abgesehen, denn die sind eh oft mit sich selber beschäftigt.  



 

 

 


Was mich sehr gefreut hat, war das ich von den Mörderischen Schwestern bekommen habe. Eine überraschungsbox und eine Tasse. (Bericht folgt in Bildern). Vielen Dank, Ihr Leben!! Ich habe mich sehr gefreut!!



Ich gestehe ich bin dann auch so gegen 17 Uhr wieder heimgefahren, weil ich ja eh schon alles gesehen habe und sich nicht viele neue Gespräche ergeben haben.

Was ich auch etwas schade fand, diesmal gab es so gut wie keine Goodies – zumindest keine schönen. Noch nicht mal Stofftaschen. Nur Süßkram, Kulis, Lesezechen, Bleistifte usw. Gerne hätte ich meinen Arbeitskolleginnen eine schöne Stofftasche mitgebracht.

Im Hotel angekommen, holte ich mir bei Penny noch was zu essen und verkrümelte mich auf mein Zimmer.

 

Tag 3: Abschied mit ein wenig Wehmuts, .....(2021)

 ....aber trotzdem froh. Es langt manchmal einfach :-)

Ja, so schnell sind drei Tage Buchmesse rum. Kaum zu glauben. Was mit großer Vorfreude begonnen hat, endet mit ein wenig Wehmut aber auch mit gestresster Laune.

Aber von Anfang an bitte!

Diesmal sollte es klappen mit der Bahnfahrt! Ich war fest überzeugt, denn rechtzeitig machte ich mich auf dem Weg zum Bahnhof. Ich saß also da und wartete. Bis mir kurz vorher – so ca. 15 min auffiel, dass ich meine Eintrittskarte im Auto vergessen hatte. Mist!! Das hieß, hin zum Hotelparkplatz, im Auto die Eintrittskarte holen und wieder zurück. Mit dem Ergebnis, dass ich 2 min zu spät kam und die Bahn verpasste. Grrr. Also gut, die nächste sollte um 10:10 fahren und von der nächsten Haltestelle könnte ich die S4 zur Messe nehmen. Wenn man sich mal auf die Bahn verlassen könnte, denn diese viel aus und so musste ich echt bis 10:47 warten. Am Hauptbahnhof hatte ich schnell die S4 gefunden und nun ab zur Messe. Dort kam ich na klar wieder mal genervt an. (Der Hauptbahnhof ist grauselig für mich, so viele Leute, so viel Lärm!). Auf der Messe war ich ehrlich gestanden, echt lustlos, denn seit drei tagen habe ich eigentlich nur das gleiche gesehen: Halle 3.0 und 3.1, immer die gleichen Leute, immer die gleichen Stände. Ja, ich weiß, das ist immer so auf der Messe. Aber ich weiß auch nicht, diesmal hat es mich irgendwo gestört.  Deswegen hatte ich am Nachmittag dann beschlossen, Samstag früh abzureisen. Also drehte ich meine Abschiedsrunde und kaufte mir noch zwei Bücher, wo ich nun schon drei Tage lang herumgeschlichen bin 😊. Gedichtbände von Gülizar (Vorstellung kommt später).

Gülizar Oflas / Poesie befreit mich von der Last meines Herz ...  9783966988704 | eBay

Auf eine Art war ich schon ein wenig frustriert von einer Entscheidung, aber die Letzen drei Tage hatte ich stets Probleme mit der Anreise (ja, mag sein, dass es auch ein wenig meine Schuld war, weil ich soweit außerhalb übernachtete!), das ich bestimmt nicht mehr so die Buchmesse genießen konnte. Und es sollte voll werden am Samstag und irgendwo konnte ich darauf verzichten. Ich habe die drei Tage voll genossen, auch mit Stress, und habe mich sehr gefreut wieder viele gute „alte“ Bekannte zu treffen. Das hat so gutgetan. Danke an Jens, Gerd und Thorsten!! Ich wurde sehr herzlich von den begrüßt!!

 Und auch danke für die ganzen netten Gespräche mit den anderen Verlagsmitarbeitern, Standmitarbeitern und auch den mörderischen Schwestern!