Interviews

Interviews nicht nur mit Autoren, nein auch andere Interviews findet man hier.
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Dienstag, 16. Juni 2026

Interview mit einer Autorin ... Nicole Eick

 

Liebe Nicole,

vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst, meine Fragen zu beantworten. Ich freue mich sehr auf Einblicke in Deine Bücher, Deinen Schreibprozess und Deine Erfahrungen als Autorin.

Aber erst einmal, wer ist Nicole Eick?

 (Bild ist von ihrer Homepage. Danke)

Sie ist in Karlsruhe geboren. Und hat mit 11 Jahren schon angefangen zu schreiben. Leider war ihr erster Roman „Ferien in der Gespensterhütte“, mit 12 Jahren, unveröffentlicht geblieben. Schade, der wäre bestimmt spannend gewesen.

Dann kam Bamberg, wo sie Sozialpädagogik studiert hat und danach nach Coburg gezogen ist. Bis 2024 war sie nebenberuflich freie Mitarbeiterin der Neuen Presse Coburg. Vor über 15 Jahren gründete sie die Coburger „Autorengemeinschaft Schreibsand“ mit und ist sogar Vorstandsmitglied des Autorenverbandes Franken e.V.

So eine Powerfrau darf bei den Mörderischen Schwestern und beim Syndikat nicht fehlen.

Heute ist sie freie Autorin und Journalistin. Eine sehr facettenreiche Person, die Nicole 😊

Und jetzt freut Euch auf ein interessantes Gespräch mit Nicole Eick.

 

Block 1: Inspiration & Buchideen

1.     Wie kamst Du auf die Idee zu Deinem letzten Buch?

> durch einen Besuch auf Burg Königstein in Sachsen, dort gab es eine Ausstellung zu den Jugendwerkhöfen der DDR, die mich sehr beschäftigt hat

2.     Sind darin biografische Elemente verarbeitet?

> nur insofern, dass einzelne Figuren Eigenarten oder auch Hobbies haben, die es im Familien- oder Freundeskreis gibt

3.     Arbeitest Du bereits an einem neuen Buch? Wenn ja, worum geht es?

> ganz grob: um ein verschwundenes Kind. Der Plot existiert aber vorläufig nur in meinem Kopf. Ich bin noch beim Recherchieren.

4.     Planst Du Deine Bücher von Anfang bis Ende oder verselbstständigen sich Deine Figuren manchmal während des Schreibens?

> erwischt! Die Figuren verselbstständigen sich gern … warum auch nicht. Wer bin ich, dass ich ihnen diktiere, was sie zu tun haben!

     (Das macht aber dann auch sympathischer Protagonisten in einem Buch aus!)

5.     Hast Du die Orte oder Regionen, über die Du schreibst, selbst bereist? Warum wählst Du diese Schauplätze aus?

> Bamberg kenne ich natürlich gut, ich habe dort studiert und gearbeitet. Im aktuellen Krimi geht’s viel um die DDR – dort war ich seit den 70ern regelmäßig zu Besuch, weil ich eine gute Freundin in Sachsen habe

6.     Wie recherchierst Du für Deine Bücher?

> unterschiedlich: Literatur zum Thema natürlich (oft schwer zu finden), Interviews mit interessanten Personen, Vor-Ort-Recherche (demnächst z.B. bei der Feuerwehr)

7.     Was ist die verrückteste Sache, die Du jemals für eine Recherche gemacht hast?

> die steht eher noch aus: Ich würde gerne schießen lernen!

Block 2: Schreibprozess & Alltag

  1. Wann hast Du erkannt, dass Du hauptberuflich schreiben möchtest?

> daran, dass soviel Zeug in meinem Kopf herumschwirrt, was raus will! Leider besteht zwischen Wunsch und Wirklichkeit des hauptberuflichen Schreibens eine große Diskrepanz: Nicht die Autorin entscheidet, ob sie nur noch schreibt, sondern die Leser und zunehmend der schwierige Buchabsatzmarkt ...

  1. Wie sieht Dein Alltag derzeit aus? Wie viel Zeit verbringst Du mit dem Schreiben?

> zu wenig! Aber ich kann sehr gut überall und zu jeder Tageszeit schreiben, auch mal nur wenige Seiten. Das geht immer.

  1. Wie bringst Du Alltag und Schreibarbeit unter einen Hut?

> Das war schwieriger, als ich noch ganztags gearbeitet habe. Andrerseits war ich dann disziplinierter. Heute lenkt mich zu viel ab, dass ich auch noch machen will ...

  1. Welche Szene ist Dir beim Schreiben besonders schwergefallen – und warum?

> das sind in der Regel die sehr emotionsbeladenen Szenen – Gewalt, aber auch Liebe und Intimität. Da rette ich mich dann ins „show, don’t tell“, was dann sehr drastisch rüberkommen kann, aber nicht so leicht ins Kitschige abrutscht

  1. Welche Figur hat Dich selbst am meisten überrascht?

> im neuen Krimi am ehesten Renate, die DDR-Mutter, die eins ihrer Kinder zurücklassen musste. Obwohl sie so etwas Schlimmes machen musste, ist sie keine schlechte Person. Beim Schreiben konnte ich mich immer besser in sie hineinfühlen, obwohl ich anfangs ein eher negatives Bild von ihr hatte

  1. Gibt es eine Figur, die Dir ähnlich ist, obwohl Du das ursprünglich nicht geplant hattest?

> In jeder Frauenfigur steckt ein Teil von mir – nicht immer was Gutes!

  1. Gibt es Projekte oder Ziele, die Du in Zukunft noch verwirklichen möchtest?

> ein Drehbuch für einen Film schreiben, in einem Krimi mitspielen, Klavier spielen lernen, Geschichte studieren, meine Memoiren schreiben ...

(ui, da hat die Autorin noch was vor 😊)

Block 3: Karriere & Verlag

  1. Hattest Du Schwierigkeiten, einen Verlag für Deine Bücher zu finden?

> oh ja, das ist ein hartes Brot und wurde immer härter im Lauf der Jahre. Große Verlage haben ihre Hausautoren und lassen sich kaum auf neue Experimente ein, von Literaturagenten habe ich niemals eine Antwort erhalten. Um so dankbarer bin ich Thomas Endl, der tatsächlich mein Manuskript gelesen und mich angerufen hat.

  1. Hat sich Dein Leben verändert, seit Dein erstes Buch veröffentlicht wurde?

> Das Erscheinen des ersten Buches war furchtbar aufregend. Dann habe ich gemerkt, dass das gar nichts heißen muss: Bestsellerautorin wird man noch lange nicht. Heute gehe ich eher entspannt mit Erfolg und Misserfolg um, freue mich über gute Kritik und lasse mich von kritischen Stimmen eher motivieren als runterziehen.

  1. Hast Du vor Deiner Tätigkeit als Autor einen anderen Beruf ausgeübt? Wenn ja, welchen?

> Ich habe mein ganzes Berufsleben als Sozialpädagogin gearbeitet – Quelle und Inspiration für meine Romanfiguren!

Block 4: Persönliches & Lebensweisheiten

 

  1. Welche drei Dinge gehören für Dich zu einem perfekten Tag?

> Wärme, Lust zu schreiben und zu wissen, dass es meiner Familie gut geht

  1. Welcher Film bringt Dich zum Lachen, welcher zum Weinen?

> alles von Loriot zum Lachen, Filme wie „Der kleine Lord“ zum Weinen

  1. Worauf bist Du außerhalb Deiner Bücher besonders stolz?

> auf meine beiden Söhne

  1.  Welchen Rat würdest Du Deinem jüngeren Ich geben?

> gelassen bleiben! Nach jedem Tief kommt wieder ein Hoch.

  1. Wenn Dein Leben ein Buchtitel wäre, wie würde er heißen?

> „Die sieben Leben der Nicole Eick“

(gefällt mir 😊)

Block 5: Leser & Rezensionen

  1. Was möchtest Du Deinen Lesern gerne einmal sagen?

> Ich bin sehr glücklich, dass es Euch gibt!

(Das sind sehr liebe Worte, danke dafür)

  1. Wie gehst Du mit negativen Rezensionen um?

> erst ärgern sie mich, dann überdenke ich sie, und sehr bald vergesse ich sie

  1. Welche Interviewfrage kannst Du nicht mehr hören?

> Was verdienen Sie so beim Schreiben? (Die Frage ist natürlich völlig nachvollziehbar, dahintersteckt aber leider immer, dass Leser oft keine Ahnung haben, wie wenig bei den Autoren hängenbleibt und wie wenige überhaupt vom Schreiben leben können).

(ja, das ist sehr traurig, leider bleibt die Arbeit, die wirklich in einem Buch steckt, mehr auf der Strecke. Deswegen, kauft nicht beim großen A, sondern wenn es möglich ist, beim Autor oder Verlag direkt!)

Block 6: Spaß & kreative Fragen

  1. Würdest Du in Deinen Krimis lieber der Gute oder der Schurke sein?

> der Schurke natürlich

  1. Was magst Du in Büchern überhaupt nicht?

> Betroffenheitsgelaber und Belehrungen

  1. Welches Buch kannst Du uneingeschränkt empfehlen – und warum?

> „Die Wand“ von Marlen Haushofer. Es ist atmosphärisch so dicht erzählt, dass es mich jedes Mal umhaut.

(das stimmt, mich hat der Film sehr mitgenommen und ich kann ihn leider bisher kein zweites Mal schauen.)

  1. Wie viel Prozent Genie und wie viel Prozent Chaos stecken hinter Deinen Büchern?

> weniger Genie als vielleicht Sprachtalent, und davon 50 %, der Rest ist Fleiß

Abschluss

Vielen Dank für Deine Antworten!

Sie helfen dabei, Deine Arbeit, Deine Perspektiven und die Person hinter den Büchern den Lesern näherzubringen.

 Und hier stelleich Euch die Bücher vor von Nickole Eick.

Wer kennt diese Frau

edition tingeltangel München 2021

ISBN 9783944936598

18,00 €

 

Wenn der Engel kommt

edition tingeltangel München 2024 

ISBN 9783944936734

20,00 €


Was zum Tode führt

edition tingeltangel München 2026

ISBN 9783944936871

20,00 €

Freitag, 22. Dezember 2023

Interview mit ...ELMAR VErlag

 

Es  ist Oktober 2023, Buchmessenzeit. Ich schlendere so durch die Gänge und bin eigentlich auf der suche nach dem Cadmos Verlag. Nun gut, ich habe ihn gefunden. Daneben ist ein kleiner erst mal unauffälliger Verlag. Der ELMAR Verlag. Aber ich bin ja neugierig und schaute mir den Verlag mit dem himmelblauen Buch genauer an. Denn ich finde, jeder Verlag sollte angeschaut werden! Ich bereue es nicht, dort „versteckte“ sich ein richtig toller Verlag. So kam ich mit dem Verleger in ein interessantes Gespräch und als ich erfuhr, dass es diesen kleinen, feinen Verlag erst  seit recht kurzer Zeit gibt, war für mich klar: Hier steht ein Verlagsinterview an. Und hier ist das Ergebnis!

Ich danke Ellen und Markus Lutum ganz herzlich dafür. Auch für das Rezensionsexemplar „ AufWolke 7 ist noch Luft nach oben." Die Rezension folgt, aber es hat mich überzeugt, das Buch!

Magst Du Deinen Verlag einmal in kurzen Worten vorstellen? Wie ist seine Entstehungsgeschichte?

Hallo, ich bin Ellen Lutum und mit meinem Mann Markus haben wir dieses Jahr den ELMAR Verlag gegründet. Wie ist seine Entstehungsgeschichte? Im Jahr 2020 habe ich mein erstes Buch „Sei die Liebe deines Lebens“ als Selfpublishing Buch herausgebracht. Dieses Buch hat alle Erwartungen weit übertroffen, was u.a. daran liegt, dass wir uns so viel Unterstützung und auch eigenes Wissen in Sachen Marketing angeeignet haben und natürlich nur mit Profis zusammen arbeiten. Das heißt, dass das Buch ein professionelles Lektorat, Cover und auch Satz bekommen hat. Mein 2. Buch haben wir mit einem Fremdverlag veröffentlicht und wir haben selber gemerkt, wie wenig Einfluss wir auf diese Prozesse hatten und wie schnell ein Buch „abgeschrieben“ ist. Beim schreiben meines 4. Buches war dann wieder die Überlegung, wie veröffentlichen wir es? Und da war es ein logischer Schluss, dass wir gesagt haben; Als eigener Verlag. Und somit haben wir alle Produkte, die ich bislang entworfen und veröffentlicht habe, neu aufgelegt und im ELMAR Verlag neu veröffentlicht. 

EllenUndMarkus.png  (Bild gemopst von ELMAR Verlag)

Seit wann gibt es den Verlag?

Seit September 2023

Wie kommt man zu seinem eigenen Verlag?

Ich glaube, die Entstehungsgeschichte beschreibt es ja ganz gut. Der eigentliche „Akt“ des Verlagsgründens war recht unspektakulär. Man gründet eine Firma, meldet es beim Gewerbeamt und das wars. Wievielte Mitarbeiter hat dieser Verlag? • Wir arbeiten z. Zt. Mit Freelancern. Wir haben ein recht großes Netzwerk an Lektoren, Grafikern, Setzern. Dazu kommen unsere Sozial Media Unterstützer wie auch unsere Presseabteilung. Ich begleite mehrere Autoren in ihren Schreibprozessen und schreibe natürlich auch selber an neuen Büchern. Markus ist der Mann für alles- bei ihm laufen alle Fäden zusammen und er ist in stetiger Kommunikation mit unseren Freelancern.

Wievielte Mitarbeiter hat dieser Verlag?

Wievielte Mitarbeiter hat dieser Verlag? • Wir arbeiten z. Zt. Mit Freelancern. Wir haben ein recht großes Netzwerk an Lektoren, Grafikern, Setzern. Dazu kommen unsere Sozial Media Unterstützer wie auch unsere Presseabteilung. Ich begleite mehrere Autoren in ihren Schreibprozessen und schreibe natürlich auch selber an neuen Büchern. Markus ist der Mann für alles - bei ihm laufen alle Fäden zusammen und er ist in stetiger Kommunikation mit unseren Freelancern.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei Deinem Verlag aus?

Es gibt keinen „Normalen“ Tag. Es gibt Zeiten, die sind etwas ruhiger, weil einfach alle Prozesse gut laufen und dann gibt es Zeiten, da hat der Tag einfach zu wenig Stunden. Wenn z.B. Buchveröffentlichungen anstehen, ist das sehr freudig nervenaufreibend. Oder die Vorbereitungen für Buchmessen oder Events.

Was ist das Besondere an diesem Verlag?

Die Unterstützung die Autoren bei uns bekommen, hängt nicht von ihrer Größe und Reichweite ab. Wir haben unterschiedliche Möglichkeiten Autoren zu unterstützen. Sei es direkt mit einer Schreibbegleitung, Konzepterstellung oder auch nur die Veröffentlichung, wenn jemand schon geschrieben hat. Die Möglichkeiten sind einfach sehr vielfältig und wir können die Verträge unterschiedlich anpassen. Wir wissen, wie wichtig Hochwertige Cover und ein hochwertiges Lektorat ist und achten da auf gute Qualität.

Werbung für den Verlag, wie gestaltet diese sich?

Wir sind dieses Jahr auf der Frankfurter Buchmesse aufgetreten, berichten in Sozialen Medien ebenso wie in der Presse. Unsere PR Agentin nimmt gerade Fahrt auf und wird im neuen Jahr richtig loslegen.

Gibt es einen Schwerpunkt bzw. eine bestimmte Genre in Bezug Bücher in Deinem Verlag? Z. B. Krimis, Kinderbücher oder Romantik?

Ja, wir sind ein Ratgeber Verlag.

Thema Buchmessen? Wie steht der Verlag zu Buchmessen?

Wir waren im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse und überlegen gerade, ob wir auch zur Leipziger Buchmesse fahren. Es ist zwar ein hoher Aufwand- finanziell als auch zeitlich, aber für uns war es ein voller Erfolg. Es tut gut, sich mit anderen Verlagen auszutauschen, ein gutes Netzwerk aufzubauen oder zu pflegen.

Durch wie viele Hände geht ein Buch auf seinem Weg vom Schriftsteller bis hin zur Veröffentlichung?

Oh das sind ein paar. Fangen wir mit der Schreibbegleitung an, dann kommt das Lektorat. Das lektorierte Buch muss vom Autor wieder überarbeitet werden. Dann wieder zum Lektor. Dann kann das lektorierte Buch zum Grafiker und Cover Designer. Einmal für die Innenillustrationen, wenn es welche gibt und für das Cover, muss der Designer ja wissen, um was es geht. Wenn das fertig ist, geht das Buch in den Buchsatzt. Es gibt meistens mehrere fertige Buchsatz Versionen, so dass der Autor mit dem Verlag entscheidet, welche die Finale Version geht. Dann wird das Buch für den Druck und das Ebook vorbereitet. Es müssen Titel, Buchrücken und Buchklappen Texte geschrieben und finalisiert werden. Für mich als Autorin ist dieser Prozess beinahe anstrengender, als das schreiben ansich.

Wie kommt der Preis von einen Buch zustande?

Einerseits hat das mit den Kosten zutun und natürlich auch die Situation am Markt. Es ist eine Abwägung. Gibt es ein Hardcover? Ist es ein schwarz- weiß Druck? Wie viele Bilder sind dabei? Wieviel kosten ähnliche Bücher? Gibt es einen Download Bereich? Gibt es Bonuse? Wie siehst Du das Verhältnis von E-Books und gebundenen Büchern? Ich persönlich mag beides. Wenn es keine E-Books gäbe, hätte ich ein großes Lagerungsproblem. Andererseits hat ein Buch in der Hand auch einen großes Charme. Aus Verlagssicht wäre es fatal, kein E-Book zu verkaufen, weil da die größte Mage ist.

 Gibt es vielleicht bald keine gedruckte Bücher mehr?

Ich kann nicht in die Zukunft sehen, aber ich glaube es nicht. Oder ist so ein Ebook eine gute Ergänzung? S.O.

 Was zeichnet in Deinen Augen ein gutes Buch aus?

Wir alle lieben Geschichten. Ich persönlich mag Bücher, wo ich mich angesprochen fühle. Geschichten, die ich mit meinen eigenen vergleichen kann. Bücher, wo ich direkt in die Umsetzung gehen kann. Oder auch Bücher, die mich mitnehmen in fremde Welten. Wo ich eintauchen kann. Bücher, die ihren Mehrwert so gut erzählen, dass sie auf den erhobenen Finger verzichten können.

Wie viele Autoren arbeiten derzeit Deinen Verlag?

Mit mir selber sind es gerade 8 Autoren.

Gibt es Autoren, von denen Du unbedingt mal gerne was verlegen würdest?

 Ehrlich? Ich liebe Geschichten und ich finde, jeder von uns hat viel zu erzählen um die Welt damit zu bereichern. Man muss nicht erst jemand sein um das aufs Papier zu bringen.

Welche Voraussetzungen muss für Dich ein Manuskript erfüllen, damit es in die engere Auswahl für eine Veröffentlichung gelangt?

Die Geschichte muss einen gewissen Mehrwert haben, der unsere Werte wiederspiegelt. Das wars eigentlich schon. Denn dann können wir gemeinsam ein Konzept erstellen und mit dem Schreiben loslegen. Wenn das Manuskript fertig ist, muss es mich berühren.

Wie unterstützt  Du die Autoren in Bezug auf Werbung?

Der Verlag macht die Werbung für die Autoren. Es ist eine Absprache, was man tun kann, welche Medien man nutzen kann. Es liegt natürlich auch an der Bereitschaft der Autoren. Wären Podcast Interviews möglich? Gibt es Zeitschriften? Bilder? Also wir können da viel machen, wenn die Autoren das auch so wollen. Wie kommen die Autoren auf den Verlag / bzw. zu diesen Verlag? Welche Kriterien sind da auschlaggebend? • Wir haben viele Autoren auf der Buchmesse kennengelernt und bekommen über Instagram viele Anfragen. Wir sprechen dann miteinander und meistens ist es auch die Chemie, die stimmen muss. Es gibt da keine Grundlegenden Kriterien.

Wie kommen die Autoren auf den Verlag / bzw. zu diesen Verlag? Welche Kriterien sind da auschlaggebend?

Wir haben viele Autoren auf der Buchmesse kennengelernt und bekommen über Instagram viele Anfragen. Wir sprechen dann miteinander und meistens ist es auch die Chemie, die stimmen muss. Es gibt da keine Grundlegenden Kriterien.

Wie sieht die Zukunft aus oder wie könnte die Zukunft aussehen?

 

Wir möchten Bücher herausbringen, die etwas verändern. Die Menschen guttun. Bücher die zum anders denken inspirieren. Denn wir brauchen dieses Anders denken für eine gute und liebevolle Zukunft.

Deine Buchempfehlung für die Leser?

Na, meine Bücher 😉

Und zu guter Letzt, gibt es ein besonderes Erlebnis im Verlag /vom Verlag?

Nein- es sind so viele magische Momente. Das erste gedruckte Buch in den Händen zu halten, die Coverpräsentationen, die Messe Erfahrungen, die ersten Autorenverträge. Es ist etwas ganz besonderes.

 

Dienstag, 11. August 2020

Interview mit einen Autoren ...Marcus Emmes

Ich gestehe, ich kannte ihn bisher nicht: den fränkischen Autor Marcus Emmes. Durch zufall habe ich ihn gesehen auf Facebook. Und da dachte ich mir, hey, ein fränkischer Autor -- passt zu meinen Blog :-)

Aber wer ist er nun,der Autor aus Unterfranken? Ich habe Marcus gleich angeschrieben, ob er Interesse an einen Interview hat. Hat er! Vielen lieben Dank, Marcus.

Aber jetzt will ich Euch nicht weiter auf die Folter spannen und Euch den Autor vorstellen. Die bisher erschienenen Bücher stelle ich Euch dann unten vor.


Wie kamst Du auf die Idee Buch?

 Ich habe bereits in weitaus früheren Jahren angefangen Geschichten und Drehbücher zu schreiben, diese aber nie veröffentlicht. Im Urlaub auf Kreta kam eine mir sehr nahestehende Person – ein regelrechter Krimijunkie - dann auf die Idee, mal selbst was zu Papier zu bringen und auch zu veröffentlichen. Daraus erwuchs letztendlich dann auch meine Ambition. Was das Buch, bzw. die Reihe und den Plot angeht, muss ich ehrlich gestehen, ich weiß es nicht so recht. Die Idee rund um Eddi und Mesut als Charaktere war irgendwann einfach da.

 Sind dort eventuell biografische Elemente mit darin verarbeitet?

 Nein. Allerdings teile ich mit Eddi mindestens die Liebe zu Tieren und zur Natur. Zudem bin ich kein Freund von Smalltalk. Mit Mesut direkt habe ich nichts gemein, hingegen wünsche ich mir manchmal seine unerschütterliche Leichtigkeit auch in meinem Leben.

 Du hast zwei Krimis geschrieben. Wo spielen die und warum?

 In Ochsenfurt, einer kleinen Stadt am Main. Unweit von Würzburg in Unterfranken. In Ochsenfurt bin ich geboren und aufgewachsen. Und Ochsenfurt ist überaus facettenreich. Hat gefühlt irgendwie alles zu bieten bis auf eine Oper und einen Zoo :-) Und solch eine noch dazu sehr alte fränkische Stadt bietet natürlich per se eine stattliche Bühne für Geschichten jeglicher Art.

(da kann ich nur zustimmen. Die Stadt hat einiges zu bieten an alte Häuser und Co. Ein wunderschönen Stadtkern)

 Ist schon ein neues Buch in Bearbeitung und wenn ja, möchtest Du mir kurz verraten, worum es diesmal geht?

 Meine Linie lautet hierbei stets: Wird nicht verraten! In diesem Falle könnte ich aber auch tatsächlich noch nichts durchblicken lassen. Ist noch alles sehr tief in einer gewissen Atmosphäre aus ersten Ideen gefangen, noch rein gar nix fix. Aber wird kommen.

 Wärst Du lieber der Schurke oder der Gute in Deinen Krimis, falls Du dort eine Rolle spielen könntest?

 Definitiv der Gute.

 Wie recherchierst Du für Deine Bücher?

 Da meine Geschichten bis dato in meiner Heimatstadt spielen und ich meine Heimat oftmals besuche, sozusagen in „Felderkundung“. Hinzu kommen natürlich die üblichen Quellen. Primär das Internet. Auch direkter Kontakt mit Menschen, die sich zu einer Sache besonders gut auskennen, kommt natürlich vor. Insbesondere dann, wenn ich Fragen zu einer Lokalität habe, die ansonsten, nun ja, nicht so viel Beachtung findet. Sprich: Über die und deren Geschichte man im Internet nicht so wirklich fündig wird. Ein Nischen-Raum sozusagen. Da sind Experten - welcher Art auch immer - stets hilfreiche, ergiebige und meist auch sehr spannende Quellen.

 Hast Du lange gebraucht, um einen Verlag zu finden, der Deine Bücher druckt und herausbringt?

 Nein, mittlerweile gibt es ja sehr viele und gute Möglichkeiten der Selbstvermarktung. Das Thema klassischer Verlag liegt bei mir genau genommen noch immer auf der langen Bank.

 Schreibst Du nur Krimis oder auch andere Genrebereiche?

 Bisher nur Krimis. Ich schiele aber auch schon seit Längerem auf die Bereiche Thriller und Mystery und auch historischer Roman. Das soll indes nicht heißen, dass mein nächstes Buch einer dieser Rubriken zuzuordnen sein wird. Aber ein „kann“ ist hier zumindest gegeben.

 Du warst bestimmt nicht immer Autor. Welchen Beruf hast Du vor dem Schreiben ausgeführt und seit wann bist Du am Schreiben.

 Genau genommen bin ich noch immer primär etwas anderes als Autor. Ich schreibe Geschichten, habe daran riesigen Spaß und freue mich gleichermaßen riesig, wenn sie gut ankommen. Meine laufenden Rechnungen zahle größtenteils nach wie vor über meine Tätigkeit als freier Marketingberater.

 Hat sich Dein Leben verändert, als Du Dein erstes Buch herausgebracht hast?

 Nein. Aber ich kann mich noch gut an den Moment erinnern, als ich nach rund einem Jahr harter Arbeit das erste Mal ein Buch in den Händen hielt, das ich selbst geschrieben habe. Das war schon etwas Besonderes.

Kann ich mir denken. Und Stolz ist man auch dann. Aber verdient Stolz!

 Wie sieht momentan Dein Alltag aus? Wieviel Zeit verbringst Du mit dem Schreiben? Und wie baust Du den Alltag in das Schreiben ein?

 Das lässt sich pauschal nicht so leicht sagen. Mein Hauptberuf ist wie gesagt ein anderer. Mittlerweile hat es sich bei mir eingestellt, dass ich sehr früh am Tag Ideen verarbeite, die ich am Vorabend / in der Nacht hatte. Zudem schreibe ich natürlich am Abend und an den Wochenenden. Ich schätze, 30 bis 40 Stunden in der Woche kommen da schon zusammen. 

 Hast Du noch Projekte, die Du in Zukunft erreichen wollen oder beenden wollen.

 Ich fände es tatsächlich großartig, viel Geld zu haben, mit dem man dann wiederum viel Gutes bewirken könnte. Das Geld ist nicht das Ding. Aber einfach die Mittel zu besitzen, etwas für diese Welt, die Menschen, den Schutz der Arten, der Ozeane, den Hummeln und Bienen in den Städten und so weiter und so fort möglichst viel tun zu können. Das wäre schon toll.

Super, die Einstellung!

 Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?

 Von meinem Vater habe ich gelernt, fortwährend reflexiv zu bleiben und nichts als einfach gegeben hinzunehmen. Von meiner Mutter habe ich die Liebe zur Natur und den Tieren und wohl auch eine gewisse emotionale Tiefe.

 3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?

 Sorglosigkeit, Natur, „Freunde & Familie“.

 Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?

 Oh weh. Also zum einen besitze ich seit Längerem keinen Fernseher mehr. Zum anderen … nein. Ich fürchte fast, da muss ich passen.

 Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?

 Au weia. Da wiederum gibt es eine ganze Menge. Ich nenne mal zwei. Eines, das ich immer wieder lesen, bzw. hören könnte und ein aktuelles:

Ulf Schiewe: Der Bastard von Tolosa. Weil es einfach grandioser Lesestoff ist, erzählt wie gemalt und in der Hörbuchfassung von einem Reinhard Kuhnert gelesen, der dafür wie geschaffen zu sein scheint.

Gil Ribeiro: Schwarzer August. Weil ich die Figuren dieser Regionalkrimi-Reihe aus Portugal nicht nur liebe, sondern mich speziell bei diesem vierten Teil an einer Stelle regelrecht gebogen habe vor Lachen.

 Lebensmotto?

 Noch nie drüber nachgedacht.

 Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?

 Es ist eher so, dass ich mich über alles freue, was ich von meinen Lesern zu hören bekomme. Egal ob Lob oder „Tadel“. Ich spreche ja sozusagen über meine Bücher. Wenn ich dann mit Lesern in Kontakt komme, freue ich mich primär darüber, einfach nur zuhören zu können.

 

Planst Du Deine Bücher immer von Anfang bis Ende oder verselbstständigt sich ein Charakter auch mal?

 Ich bin einer dieser „findenden“ Schreiber. Ich plane also nur sehr wenig. Anfang, Ende. Das dazwischen entwickelt sich dann, wobei ich den groben Handlungsstrang selbstverständlich im Hinterkopf habe. Doch selbst der ist über die gesamte Dauer des Schreibens hinweg nicht zwingend in Stein gemeißelt.

  Einmal ganz frech gefragt: Wieso führe ich das Interview mit dir?

 Erst mal finde ich frech immer total klasse! Weiß nur nicht, was ich auf die Frage antworten soll … hmhhhhh. Was auch immer dein Ziel und dein Konzept sein mag. Gewiss wird auch Neugierde ein Teil davon sein. Und Himmel, was wäre das für eine Welt ohne die Neugierde!

(ja, ich war erst am überlegen, ob ich diese Frage rausnehmen soll. Aber dann dachte ich, hey, lass sie mal drin. Und ja, es ist Neugierde dabei :-)

 Wie gehst du mit negativen Rezensionen um?

 Wenn es kein statistischer Ausreißer ist – also komplett abseits vom bisherigen Durchschnitt – nehme ich mir Kritik zu Herzen und versuche, etwas aus der Sache für mich herauszuziehen. Zudem bin ich jemand, der stets versucht, zu antworten, zu reagieren. Und ganz wichtig ist es höflich zu bleiben und es auf keinen Fall persönlich zu nehmen. Ich selbst habe auch schon Bücher gelesen, die „objektiv“ gesehen wohl klasse waren, ich mir selbst aber gedacht habe: „Oh je, was ist das denn …?“ Geschmäcker sind nun mal verschieden. Und das ist gut so.

 Was magst du überhaupt nicht in Büchern?

 Ich bin ehrlich gesagt kein großer Freund von … erotischen Szenen. Vielleicht liegt es daran, dass die ja irgendwie dann doch näherungsweise stets gleich ablaufen :-)

  Wie kommt es, dass Du Deiner Heimat den Rücken gekehrt hast? Dem schönen Frankenland?

 Ein Botschafter muss sein Land nun mal verlassen, um es repräsentieren, um dafür Werbung machen zu können :-) Außerdem werde ich bestimmt eines Tages zurückkehren.

(Hoffentich, denn so lerne ich Dich vielleicht mal persönlich kennen)

 

So undn un zu den Büchern, welche der Autor Marcus Emmes schon geschrieben hat.

Mainfränkisches Idyll 2018. Während sich ein Jahrhundertsommer verabschiedet, macht Eddi, der Totengräber von Ochsenfurt, auf seinem Friedhof eine Entdeckung, die ihn nicht mehr loslässt. Kurz darauf überschlagen sich in einer Nachbargemeinde die Ereignisse. Zusammen mit Mesut, seinem besten Freund und selbsternannten Dönerdealer der Stadt macht er sich auf, um ein Rätsel zu lösen, das viel zu früh, viel zu lange, am völlig falschen Ort begraben lag. 
Diesesn Krimi hab ich mir nun bestellt und warte noch darauf :-) 
  • Verlag: BoD - Books on Demand 18. Juli 2019
  • ISBN: 978-3744841238
  • Taschenbuch 15.99 Ebook 10.99

Mit einem toten Engländer fängt es an. Die Idylle der kleinen fränkischen Stadt Ochsenfurt färbt sich zunehmend rot. Schon bald wandelt Eddi, der Totengräber des Orts, inmitten des Geschehens - zusammen mit seiner Freundin, deren Eltern und Mesut, dem selbsternannten Dönerdealer der alten Stadt am Main. Und während die Kripo ihre Jagd nach einem Mörder aufnimmt, spürt man im Schatten aktueller Ereignisse einem Rätsel nach, das vor über 800 Jahren seinen Anfang nahm. Ein Zeitenspiel um ein Geheimnis. Zu verrückt, als dass es real sein könnte. Eigentlich.

  • Verlag: BoD - Books on Demand 3. Juli 2020
  • ISBN: 978-3751969475
  • Taschenbuch 14.99. Ebook 7.99