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Dienstag, 30. Juni 2026

Interview mit einem Autor ... Andreas M. Sturm

Ich muss überlegen, seit wann kenne ich Andreas überhaupt? Sehr lange auf jedne Fall. Kennengelenrt auf der Leipziger Buchmesse kam ich an seinen Stand. Die Krimis haben mich damals  - wie auch heute - angesprochen. Und wr kamen irgendwie ins Gespräch. Es ist wirklich schon lange her :-). Das Foto ist von 2006.

Aber wer ist den Der Autor Andreas M. Sturm? 

Andreas M. Sturm ist ein waschechter Dresdner. Geboren wurde er 1962 in der sächsischen Landeshauptstadt, in der er bis heute gemeinsam mit seiner Frau lebt.

Nach seiner Ausbildung zum Werkzeugmacher und dem anschließenden Studium zum Diplom-Betriebswirt arbeitete er viele Jahre in der Informatik. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit der Fotografie und guter Rockmusik.

Seine ersten Schreibversuche unternahm Andreas M. Sturm bereits mit 16 Jahren. Damals entstanden Kurzgeschichten und Western. Seine Leidenschaft für Kriminalromane brachte ihn schließlich dazu, ab 2009 selbst Krimis zu schreiben. So entstanden die erfolgreichen Fälle der Kommissarinnen Wolf und König, die von den Streifzügen des Autors durch seine Heimat Dresden inspiriert sind. Ich persönlich liebe diese Krimis mit den beiden Ermittlerinnen.

Doch dabei blieb es nicht: Neben der Reihe um Wolf und König schreibt Andreas M. Sturm auch die DDR-Krimireihe, zahlreiche Kurzgeschichten und ist Herausgeber mehrerer Anthologien.

Wie es sich für einen echten Krimiautor gehört, ist Andreas M. Sturm außerdem Mitglied im „SYNDIKAT“, dem Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur.

Ich freue mich sehr, dass Andreas M. Sturm sich die Zeit für dieses Interview genommen hat.

 

Block 1: Inspiration & Buchideen

 

1. Wie kamst du auf die Idee zu deinem letzten Buch?

 In meinem gerade erschienenen Kriminalroman »Tödliche Wetten« wollte ich etwas völlig Neues ausprobieren. In der Geschichte sollte mal keine Kommissarin ermitteln, sondern eine Person weitab des Polizeiberufs. Weil ich selbst für kurze Zeit in einem Callcenter gearbeitet habe, und so in der Lage bin, das berufliche Umfeld zu beschreiben, wählte ich eine Callcenter-Agentin aus.

 2. Sind darin biografische Elemente verarbeitet?

 Obwohl ich bereits nach wenigen Wochen im Callcenter gekündigt habe, hatte die kurze Zeitspanne mir gezeigt, dass die Firmenpolitik nicht mit meinen Werten übereinstimmte. Menschen, egal welchen Alters, Verträge aufzudrängen, widersprach meinen Ansichten eines seriösen Geschäftsgebarens. Zoe Mohns Ansichten im Buch über diese Umtriebe decken sich also mit meinen.

 3. Arbeitest du bereits an einem neuen Buch? Wenn ja, worum geht es?

 Zurzeit schreibe ich am 2. Band der Reihe »Zoe Mohn ermittelt«. In dem Buch ermittelt Zoe nach sie im Callcenter gekündigt wurde als Privatdetektivin. Verraten will ich jetzt nicht zu viel, aber die Geschichte wird die Leserin und den Leser in die dunkelsten Abgründe menschlicher Verkommenheit führen.

 4. Hast du die Orte oder Regionen, über die du schreibst, selbst bereist? Warum wählst du diese Schauplätze aus?

 Meine Bücher spielen alle in Dresden. Der Grund dafür ist simpel: Ich bin in dieser Stadt geboren und habe in und mit ihr gelebt. Ich kenne jedes Viertel in Dresden und das hält den Rechercheaufwand in Grenzen.

Abgesehen davon liebe ich meine Stadt. Sie ist wunderschön und bis auf einzelne Exemplare sind die Dresdner ein liebenswertes, tolerantes und interessiertes Völkchen.

                 Nächstes Jahr habe ich vor, mal Dresden zu besuchen :-)

5. Wie recherchierst du für deine Bücher?

 Glücklicherweise gibt es das Internet. Viele Informationen kann ich bei Wikipedia oder auf anderen Seiten nachschlagen. Die Dinge, die nicht digital erfasst wurden, kläre ich meist vor Ort, indem ich Zeitzeugen befrage.

 

Block 2: Schreibprozess & Alltag

 

1. Wann hast du erkannt, dass du hauptberuflich schreiben möchtest?

 Nach der positiven Resonanz auf mein erstes Buch »Vollstreckung«.

 2. Wie sieht dein Alltag derzeit aus? Wie viel Zeit verbringst du mit dem Schreiben?

 Vormittags arbeite ich anfallende Termine ab, bearbeite den Großteil der E-Mail-Kommunikation und erledige den Einkauf, wobei mich mein Diktiergerät begleitet. Oft ist bei meiner Rückkehr ein komplettes Kapitel bereits gespeichert. Nachmittags schreibe ich, meist bis spät abends. Die Stunden zähle ich dabei nie. Schreiben ist keine Arbeit für mich, es ist meine Liebe, meine Leidenschaft.

 3. Wie bringst du Alltag und Schreibarbeit unter einen Hut?

 Ich versuche ständig, mein Zeitmanagement zu optimieren.

 4. Welche Szene ist dir beim Schreiben besonders schwergefallen – und warum?

 Ich hatte absolut keine Probleme mit einzelnen Szenen. Zoe Mohn hat mir erzählt, was sie erlebt hat, ich musste nur noch alles aufschreiben.

 5. Welche Figur hat dich selbst am meisten überrascht?

 Oberkommissarin Jessica Schneider. Sie sollte eigentlich auf Distanz zu Zoe bleiben und nur eine Nebenrolle spielen. Doch das war Jessica gar nicht recht. Sie hat einfach die Initiative ergriffen und mit Zoe zusammengearbeitet.

 

6. Gibt es eine Figur, die dir ähnlich ist, obwohl du das ursprünglich nicht geplant hattest?

 In dem Buch »Tödliche Wetten« nicht. In der Reihe um die Kriminalkommissarinnen Karin Wolf & Sandra König dagegen schon. Ich verrate aber nicht, wer.

 

7. Welche Szene aus deinen Büchern würdest du gern selbst erleben?

 In »Tödliche Wetten« wäre das auf jeden Fall das Kapitel, in dem Oberkommissarin Jessica Schneider überraschend bei Zoe Mohn aufkreuzt und sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Das Gespräch der beiden interessanten Frauen, das gegenseitige Abtasten, das Ausloten der Möglichkeit einer Zusammenarbeit, mitzuerleben, würde mich schon reizen.

 

8. Welche Szene würdest du heute anders schreiben?

 Keine. Ich finde die Geschichte stimmig, so wie sie ist.

                Da kann ich nur zustimmen!! 

 9. Gibt es Projekte oder Ziele, die du in Zukunft noch verwirklichen möchtest?

 Ich möchte in naher Zukunft eine Krimireihe schreiben, die in Dresden Anfang des 20. Jahrhunderts spielt.

 

Block 3: Karriere & Verlag

 

1. Hattest du Schwierigkeiten, einen Verlag für deine Bücher zu finden?

 Nachdem ich meinen ersten Roman »Vollstreckung« fertig hatte, habe ich ihn dem damaligen fhl Verlag Leipzig angeboten. Die Zusage, das Buch zu veröffentlichen, folgte wenige Tage darauf. Aus dem fhl Verlag wurde später die edition krimi, bei der ich meine Bücher weiterhin veröffentliche.

 2. Hat sich dein Leben verändert, seit dein erstes Buch veröffentlicht wurde?

 Ich lebe seit dieser Zeit ständig in zwei unterschiedlichen Welten. Die eine ist die reale Welt, die andere die, die ich mit meinen Romangestalten gemeinsam bereise.

 3. Hast du vor deiner Tätigkeit als Autor einen anderen Beruf ausgeübt? Wenn ja, welchen?

 Ich habe meine Brötchen in der Informatik verdient. Krimis zu schreiben bringt nicht so viel ein, ist aber eindeutig spannender.

 

Block 4: Persönliches & Lebensweisheiten

 

1. Was haben dir deine Eltern mit auf den Weg gegeben?

 An der Stelle möchte ich meine Oma nennen. Ich habe bei ihr die schönsten Stunden meiner Kindheit verbracht. Bei Spaziergängen durch Dresden hat sie mir von der Schönheit der Stadt vor der Zerstörung berichtet. Schon damals hat sie in mir den Wunsch geweckt, ihre Erzählungen weiterzugeben. Deshalb plane ich eine Krimireihe, die meine Leserinnen und Leser in das alte Dresden entführen.

         Schön gesagt :-)

2. Welche drei Dinge gehören für dich zu einem perfekten Tag?

 Scheiben und meine Heldinnen Verbrechern hinterherhetzen. Mit meiner Frau zusammen sein. Zum Tagesausklang ein gutes Buch lesen.

 3. Worauf bist du außerhalb deiner Bücher besonders stolz?

 Das ich nach 41 Jahren immer noch mit meiner lieben Frau zusammen sein darf.

        Wow, Darauf darfst Du auch stolz drauf sein!! 

 4. Welchen Rat würdest du deinem jüngeren Ich geben?

 Fang bloß früher mit dem Schreiben an! Eine Tätigkeit, die keine Arbeit, sondern Leidenschaft ist, entschädigt für fast alles.

 

Block 5: Leser & Rezensionen

 

1. Was möchtest du deinen Lesern gerne einmal sagen?

 Verliert nie die Liebe zum Buch.

         schön gesagt. Ich weiß, dass ich nie werde!

2. Wie gehst du mit negativen Rezensionen um?

 Ich gebe zu, dass Kritik mich im ersten Moment trifft. Ich schlafe dann eine Nacht drüber und lese mir die Rezension am nächsten Tag noch mal durch. Ist die Kritik berechtigt – bösartige Trollkommentare klammere ich bewusst aus – überlege ich, was ich beim nächsten Roman besser machen kann. Konstruktive Kritik hilft mir als Autor besser zu werden.

 3. Welche Interviewfrage kannst du nicht mehr hören – und welche würdest du gerne einmal beantworten? Oder mit den Augen rollen?

 Die gern gestellte Frage: Können Sie von Ihrer Schreiberei leben?, nervt mit den Jahren schon ein wenig. So dürr bin ich nicht, als dass man denken könnte, dass mir der Hungertod droht. Zudem geht es nicht nur ums Geldverdienen. Die Gestalten in meinen Geschichten mit Leben zu erfüllen, mitzufiebern, ob sie die gefährlichen Situationen gut überstehen – das weiß ich nämlich vorher oft nicht – kann mir kein noch so gut bezahlter Job bieten.

Stattdessen würde ich mich über die Frage freuen, ob ich mir überhaupt ein Leben ohne das Ausdenken von Geschichten vorstellen könnte.

        Und könntest Du es? ich denke, die Antwort ist nein :-) 

 

Block 6: Spaß & kreative Fragen

 

1. Würdest du in deinen Krimis lieber der Gute oder der Schurke sein?

 Eindeutig der Gute. Das entspricht meinem Naturell und ich könnte die Gesellschaft von Karin, Sandra, Sabine, Kathrin und Zoe genießen. Anderenfalls würden mir die Ladys die kalte Schulter zeigen, im schlimmsten Fall mich sogar vermöbeln.

           :-D

2. Was magst du in Büchern überhaupt nicht?

 Langatmigkeit.

 3. Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen – und warum?

 Oh, da gibt es viele. Stellvertretend möchte ich den Roman »Der Wettlauf mit dem Mammut« nennen. Das Buch ist schon vor über 25 Jahren von Jenő Szentiványi verfasst worden. Obwohl es ein Kinderbuch ist, zieht mich die Geschichte um eine Horde Steinzeitmenschen immer noch in seinen Bann.

 4. Wie viel Prozent Genie und wie viel Prozent Chaos stecken hinter deinen Büchern?

 Chaos hat bei meiner Art zu arbeiten keine Chance. Die Geschichte hinter einem spannenden Kriminalfall muss logisch sein, da kann ich es mir nicht leisten, mal eben ein Seiten vorher aufgeworfenes Problem zu vergessen. Meine Leserinnen und Leser bemerken solche Fehler.

Mit dem Begriff Genie gehe ich äußerst vorsichtig um. Mir fallen meine Geschichten einfach so ein, ohne dass ich mich anstrengen müsste. Das ist weder ein Verdienst noch Genie – bloß eine zu große Fantasie.

 

Vielen Dank für die interessanten Fragen. Es richtig Spaß gemacht, sie zu beantworten.

    Danke für die Zeit, diese zu beantworten. Ein sehr einblickendes Interview bei einen intressanten Autor. 

Ich kann diese Bücher -- alle nur bestens emfpeheln.  Besonders die Anthologiene mt dne Giftmorden :-D 


Interview mit einer Autorin... Isabella Maria Kern

Ich habe Isabella Maria im Jahr 2025 auf der Leipziger Buchmesse kennengelernt – mitten im Trubel, zwischen Büchern, Gesprächen und all den Eindrücken, die diese besondere Messe jedes Jahr mit sich bringt. Schon damals habe ich ihr meine Visitenkarte gegeben und den Gedanken im Hinterkopf behalten, irgendwann einmal ein Interview mit ihr zu führen.

(Das Bild habe ich mir von ihrer Homepage gemopst )

Umso schöner war es für mich, als sie später ganz zufällig genau diese Visitenkarte wieder in ihrer Schublade entdeckt hat. Aus diesem kleinen Moment des Zufalls ist schließlich dieses Interview entstanden.

Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat – und wünsche euch viel Freude beim Lesen!

 

Liebe Isabella Maria,

vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Ich freue mich sehr darauf, mehr über Deine Bücher, Deinen Schreiballtag und die Geschichten hinter Deinen Romanen zu erfahren. Besonders interessiert mich, was Dich inspiriert und wie aus einer Idee ein fertiges Buch entsteht.

 

Inspiration & Buchideen

  1. Was war der Auslöser für Dein aktuelles beziehungsweise zuletzt veröffentlichtes Buch?

Die Idee zu „Bockalfrasn“ schwirrt schon einige Zeit in meinem Kopf herum, genauer seit meinem Reha-Aufenthalt vor fast 10 Jahren. Ich fand die Charaktere um mich herum sehr spannend und habe aus meinen Beobachtungen heraus mein erstes humorvolles Buch geschrieben. Was „Bockalfrasn“ heißt kann man im Österreichischen Wörterbuch der Wiener Mundart nachschlagen oder einfach mein Buch lesen…😉

    Na, dann lese ich doch lieber das Buch :-D 

  1. Finden sich in Deinen Geschichten auch persönliche Erlebnisse oder Erfahrungen wieder?

In jedem meiner Bücher kommen Erfahrungen vor, die ich so, oder ähnlich, erlebt habe. Gefühle, die ich empfinde, übertrage ich auf meine Figuren. Die Geschichten sind oft ein Mix aus Fantasie und Erlebtem.

  1. Arbeitest Du derzeit an einem neuen Buch? Wenn ja, darfst Du schon etwas darüber verraten?

Da ich auch als Krankenschwester arbeite, schwirrt seit langem die Idee in meinem Kopf herum, eine Geschichte über eine demenzkranke Frau zu schreiben. Demenz ist ein Schreckgespenst, das uns fast alle im Laufe des Lebens begegnet, bei den Eltern, den Großeltern oder dem netten Nachbarn von nebenan… Es soll ein berührender Roman werden, der die Grenzen aufzeigt, an die wir stoßen, wenn wir der Demenz begegnen und eine Hommage an diejenigen sein, die den Betroffenen Halt geben.

  1. Wie entsteht bei Dir ein Roman: Planst Du die Handlung im Voraus oder entwickeln Deine Figuren während des Schreibens manchmal ein Eigenleben?

Tatsächlich ist es so, dass die Figuren oft sehr unberechenbar sind. Einen genauen Plan gibt es nicht. In meinem Kopf entsteht die Skizze einer Handlung. Ich lebe mit den Figuren mit und bin oft selbst überrascht, was sich so während des Schreibens entwickelt.

  1. Spielen die Schauplätze Deiner Bücher eine besondere Rolle? Hast Du diese Orte selbst besucht?

Das ist ganz verschieden. Manche Orte kenne ich, andere besuche ich auf Google Maps oder erfinde welche. Das kommt ganz auf das jeweilige Buch an.

  1. Wie recherchierst Du für Deine Geschichten, und welcher Teil der Recherche macht Dir besonders viel Freude?

Die Recherche im Internet ist unerlässlich. Egal, ob geschichtliche Fakten, Orte, Redewendungen oder einfach Rechtschreibfragen. Allerdings würde ich nie der KI meine Geschichte schreiben lassen. Ich recherchiere auch in Büchern oder Zeitungen. Man kommt oft auf wirklich verrückte Dinge.

Schreibprozess & Alltag

  1. Wann wusstest Du, dass Du Autorin werden möchtest?

Ich habe bereits in der Grundschule mit dem Buchschreiben begonnen. Das waren Hasen-, Zwergen- und Ponygeschichten. Mir fehlte allerdings die Ausdauer und ich bin nie über das fünfte Kapitel hinausgekommen.

  1. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus?

Am liebsten schreibe ich morgens, wenn ich nicht in die Arbeit muss. Da stehe ich zwischen halb fünf und fünf Uhr auf – mache Kaffee und setze mich an den Laptop. Wenn ich Glück habe, kann ich bis zehn oder elf schreiben… dann ruft die Arbeit im Haus, im Garten oder es kommen Kinder oder Enkelkinder.

  1. Hast Du feste Schreibroutinen oder schreibst Du eher nach Inspiration?

Absolut nach Inspiration.

  1. Gibt es berufliche oder persönliche Ziele, die Du Dir für die Zukunft noch gesetzt hast?

Ich habe das Drehbuch zu meinem Debütroman geschrieben – „Li – Tote Mädchen machen keinen Sex“. Das Thema Menschenhandel und Ausbeutung ist ein zentrales Thema für mich und beschäftigt mich seit Jahren. Irgendwann muss darauf ein Film werden.

Und natürlich ist mein Ziel: Bestseller zu schreiben und meine Romane in mehreren Fremdsprachen zu sehen.

  1. Schreibst Du ausschließlich in Deinem aktuellen Genre oder reizen Dich auch andere literarische Bereiche?

Meine Themen sind sehr breit gefächert. Was mich gar nicht reizt ist Lyrik und Fantasy.

Karriere & Verlag

  1. Wie schwierig war es für Dich, Deinen Weg in die Verlagswelt zu finden?

Meine ersten beiden Bücher sind in einem kleinen deutschen Verlag erschienen. Meine letzten acht Bücher habe ich aber über die „Buchschmiede“, Österreich veröffentlicht. Da kann ich mir alles selbst einteilen, die Veröffentlichung erfolgt zügig und ich bin damit sehr zufrieden.

  1. Was hat sich in Deinem Leben verändert, seit Dein erstes Buch erschienen ist?

Als ich mein erstes Buch in Händen hielt, hat sich mein Kindheitstraum erfüllt, und ich wusste, dass ich weitermachen muss. Ich bin auf Messen und Lesungen und freue mich, wenn meine Bücher Gefallen finden. Das Schreiben ist ein Lebensmittelpunkt für mich geworden, was manchmal aber auch sehr stressig ist, wenn ich schreiben möchte, die Zeit dazu aber nicht finde.

  1. Welchen beruflichen Weg bist Du gegangen, bevor Du Autorin geworden bist?

Ich arbeite noch immer als Teilzeit-Krankenschwester, böse Zungen (KollegInnen) behaupten, ich sei Hobby-Schwester 😉

Persönliches

  1. Welche Werte oder Lebensweisheiten haben Dir Deine Eltern mit auf den Weg gegeben?

Keine Angst vor Neuem zu haben, an sich selbst zu glauben und sie haben mir die Liebe zu den Tieren und der Natur in die Wiege gelegt.  

    Das ist schön: Tiere und Natur! 

  1. Wie sieht für Dich ein perfekter Tag aus?

Ein perfekter Tag ist, wenn ich zum Schreiben, zum Wandern, zum Lesen und zum im Garten-sitzen komme (ein bisschen Unkraut zupfen gehört da dazu).

  1. Gibt es einen Film, der Dich besonders zum Lachen bringt, und einen, der Dich besonders berührt?

Ja, ein Film, der beides kann: „Das Leben ist schön“ mit Roberto Benigni.

  1. Hast Du ein Lebensmotto, das Dich begleitet?

Versuche im Leben immer alles von mehreren Seiten zu betrachten, doch sei dir gewiss, dass du nie alle Seiten erkennen kannst.

Leser & Rezensionen

  1. Was möchtest Du Deinen Lesern schon lange einmal sagen?

Ohne euch Leser*innen ist ein Autor eine Seifenblase, die zerplatzt und verschwindet. Ich bin am glücklichsten, wenn jemand erzählt, mein Buch in zwei Tagen durchgelesen zu haben, weil er es nicht mehr zur Seite legen konnte. Schön, dass es euch gibt! Ich werde mich weiter bemühen, euch interessanten Lesestoff zu liefern!

    Danke für die lieben Worte an uns Lesern :-) 

  1. Wie gehst Du mit kritischen oder negativen Rezensionen um?

Ich versuche sie nicht persönlich zu nehmen und sehe mir an, warum es zu dieser negativen Bewertung gekommen ist, damit ich mich weiter verbessern kann.

  1. Welche Interviewfrage wird Dir besonders häufig gestellt – und welche Frage würdest Du gerne öfter hören?

„Wie bist zu zum Schreiben gekommen?“, werde ich sehr häufig gefragt. „Wird es noch viele Bücher von dir geben?“, wäre eine Frage, die ich mit einem lautstarken „Ja, natürlich!“ antworten würde.

Zum Schluss

  1. Wenn Du eine Figur in einem Krimi wärst: Ermittler, Zeuge, Täter oder etwas ganz anderes?

Ich wäre auf jeden Fall ein stiller Beobachter.

  1. Was stört Dich beim Lesen eines Buches am meisten?

Wenn es gut ist, dass es viel zu schnell zu Ende gelesen ist.

  1. Gibt es ein Buch, das jeder Mensch einmal gelesen haben sollte? Warum gerade dieses?

Nein. Ich denke, da gibt es kein bestimmtes Buch. Und die Geschmäcker sind auch viel zu verschieden. Eines meiner Lieblingsbücher ist „Michelangelo“ von Irving Stone.

  1. Welche Frage hätte ich Dir unbedingt stellen sollen?

„Hast du heute schon geschrieben?“😉

 

Über die Autorin

Isabella Maria Kern lebt mit ihrer Familie, einem Hund und zwei Katzen in Oberösterreich Nach einer technischen Ausbildung und später ihrer Tätigkeit als diplomierte Krankenschwester (seit 2005) fand sie schließlich ihren Weg zum Schreiben. Sie ist weiterhin im Gesundheitsbereich tätig.

Schon als Kind hat sie die Nase tief in Büchern vergraben und schrieb sogar Kinderromane. Doch leider kam sie nie über das fünfte Kapitel hinaus. Okay, sie hat aber auch mit ihren beiden Schwestern viel gemacht: Bei den Pferden sein, Theater spielen, Tiere retten, Selbstgebasteltes Verkaufen, und sogar ein Floß gebaut.

„Ich habe nie gelernt, mich zu langweilen. Und hätte jeder Tag zwei Stunden mehr, wäre ich wahrscheinlich ein kleines bisschen entspannter. So die Autorin.

 

Seit 2016 veröffentlicht sie Romane in unterschiedlichen Genres. Ihr Debüt erschien mit „Li – Tote Mädchen machen keinen Sex“ (2016, Iatros Verlag), es folgten unter anderem „Augustine – In den Schuhen der Anderen“ (2017), „Romy – Ein Leben zwischen zwei Welten“ (2020) und „Nur Hannah“ (2021). 2023 veröffentlichte sie zudem den Ratgeber „Tretmühle – Ausgang“. 2024 erschienen „Weit weg und nie zurück“ sowie ihr erster Roman für junge Leserinnen und Leser „Am Ente ist alles gut“. 2025 erschienen „Vierundneunzig mal vier Jahreszeiten“ und „schneegedämmt“. 2026 folgten „Die Dachgeber“ und „Bockalfrasn“.

Derzeit arbeitet Isabella Maria Kern an ihrem zwölften Buch.

Neben dem Schreiben gilt ihre Leidenschaft dem Tanzsport, ausgedehnten Spaziergängen mit ihrem Hund und dem Leben mit ihrer Familie.

 

Danke für das interessnatE Interview. Meine WunschlIste ist auf jeden Fall gewachsen! 

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