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Dienstag, 25. August 2026

Selfpublishing – aus der Sicht eines Autors

 Manchmal lernt man Menschen auf einer Buchmesse kennen und erinnert sich später gar nicht mehr genau daran, wann die erste Begegnung eigentlich war. So ging es mir auch mit Uwe Pauly. Kennengelernt habe ich ihn auf der Leipziger Buchmesse – und seitdem sind wir uns immer mal wieder rund um das Thema Bücher begegnet.
Uwe Pauly ist nicht nur Autor, sondern hat mit Paulybooks seine eigene Plattform rund um seine Bücher und das Selfpublishing aufgebaut. Seine Liebe zur Natur und zu Tieren zieht sich dabei wie ein roter Faden durch seine Arbeit. Angefangen hat alles mit der Frage, was eigentlich hinter unseren vielen tierischen Redewendungen steckt. Daraus entstanden unter anderem Der Wolf im Schafspelz und Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Mit Karma Stories hat er 2025 eine ganz andere Seite seines Schreibens gezeigt.
Grund genug, einmal genauer hinter die Kulissen zu schauen: Wie entsteht eigentlich ein eigenes Buch? Was bedeutet Selfpublishing wirklich? Welche Rolle spielen Vermarktung und Buchmessen? Und wie könnte die Zukunft des Buches aussehen?
Darüber habe ich mit Uwe Pauly gesprochen.
 
Block 1: Paulybooks – die Idee dahinter
 
 ·       Magst du Paulybooks einmal in kurzen Worten vorstellen? Wie ist die Idee dazu entstanden?
 Paulybooks ist eine Wortmarke, kein Verlag. Ich wollte damit einen einheitlichen und wiedererkennbaren Namen für meinen Online-und Messeauftritt schaffen.
 
 ·       Seit wann gibt es Paulybooks und was war der Auslöser für die Gründung?
 
Die Wortmarke „paulybooks“ gibt es seit 2023. Da nach dem ersten Buch ein zweites und drittes folgte und ich gerade an einem neuen Projekt arbeite, ist der Plural als Klammer für meine Bücher nur folgerichtig gewesen.
 
 ·       Wie kommt ein Autor zu seinem eigenen Paulybooks? 
Dies entspricht den gerade erklärten Motiven.
 
 ·       Was unterscheidet Paulybooks aus deiner Sicht von anderen Möglichkeiten des Selfpublishings?
 Man kann als Autorin oder als Autor selbstverständlich mit einem Psyeudonym arbeiten. Bei verschiedenen Genres auch unterschiedliche Namen verwenden. Für mich ist „paulybooks“ als Submarke anstelle des Autorennamens interessanter. Der Grund: mit meinem neuen Projekt möchte ich versuchen auf dem englischsprachigem Raum Fuß zu fassen. Da klingt der Name „Uwe“ recht schwierig und ist kaum auszusprechen. Bei „Pauly“ sieht es schon anders aus und paulybooks würde klar den Bezug zu mir und den Büchern herstellen. 
 
Block 2: Vermarktung & Buchmessen
 
 ·       Wie wichtig ist Werbung für ein selbst veröffentlichtes Buch? Welche Möglichkeiten gibt es, auf ein Buch aufmerksam zu machen?
 Leider ist Werbung in der heutigen Zeit unerlässlich. Für ein gutes Marketing und eine erfolgversprechende Werbung  sind hohe finanzielle Mittel notwendig. Verlage können dies leisten, Selfpublisher leider nicht. Für diese sind Internetauftritte, Social Media Beiträge und Buchmessen ein wichtiger Schritt, um auf sich und die Bücher aufmerksam zu machen. Die Selfpublisher-Community hilft ebenfalls dabei. Entweder im Selfpublisher-Verband oder die Kommunikation und Vernetzung der Autorinnen und Autoren untereinander.
 
 ·       Welche Rolle spielen Social Media und andere digitale Plattformen bei der Vermarktung?
 Offensichtlich unerlässlich. Facebook, Instagram und TikTok sind die wesentlichen Plattformen, die man bedienen sollte.
 
 ·   Buchmessen sind für viele Autoren ein wichtiger Treffpunkt. Wie steht Paulybooks zu Buchmessen und welche Bedeutung haben sie für euch?
 Buchmessen sind Teil des Buchmarketing. Man sollte aber bedenken, dass Marketing immer mit Ausgeben verbunden ist, um Bekanntheit zu erreichen. Der RoI – Return of Investment - stellt sich erst später ein. Die Leipziger und die Frankfurter Buchmessen sind ein wichtiger Treffpunkt, um als Autorin und Autor im Kontakt mit seinen Lesenden zu treten und die Werke zu präsentieren. Jedoch ist die Teilnahme dort sehr teuer. Man muss dabei den Kosten-Nutzen-Aspekt im Blick haben. Ich habe in Leipzig als alleiniger Autor einen Stand betrieben, kenne aber auch Selfpublisher, die sich Stände geteilt haben. Dann kann man die Ausgaben im Vergleich zu den Einnahmen etwas geringer halten, sollte der Verkauf nicht optimal laufen, da man auf diesen Messen nie voraussagen kann, ob sich der Stand an einem optimalen Platz befindet.
Kleine, regionale Buchmessen sind im Vergleich dazu wesentlich kostengünstiger und für die Besucher auch übersichtlicher. Oft treffen dort auch Autorinnen und Autoren mit ihrer Zielgruppe und mit ihren Leserinnen und Lesern zusammen. 
(da kann ich nur zustimmen. Es ist für kleine Verlage und Autoren bzw. Selfpuplisher verdammt teuer geworden. In Frankfurt mehr als in Leipzig. Ich kenne viele und komme viel ins Gespräch. Es ist so, dass oft nur die Standgebühren eingenommen werden, aber wenig verdienst. Das finde ich absolut nicht gerecht! Außerdem sind kleine Buchmessen viel schöner aus der Sicht von mir. Da kommt man beser mit den Standleuten ins Gespräch :-D) 
 
Block 3: Rund ums Buch
 
 ·       Wie setzt sich der Preis eines Buches zusammen? Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? 
Ich orientiere mich bei der Preisgestaltung an ähnlichen Büchern im Handel. Zum einen die Seitenanzahl und das Genre, in dem sich das Buch bewegt. Bei meiner Veröffentlichungs-Plattform BoD (Books on Demand) werden ebenfalls Verkaufspreise vorgeschlagen, bei denen man seine persönliche Marge einrechnen kann. Natürlich spielen noch Extrakosten eine Rolle. Bei meinem ersten Buch habe ich 18 Zeichnungen für jedes Kapitel anfertigen lassen. Bei vielen und teils moderneren Ausgaben gibt noch weitere Faktoren: Anzahl der Farbseiten, Farbschnitt, das Cover – Hardcover mit Prägung und so weiter.
 
 ·       Wie siehst du das Verhältnis von E-Books und gedruckten Büchern? Sind E-Books für dich eine gute Ergänzung oder glaubst du, dass gedruckte Bücher irgendwann verschwinden könnten? 
Das eine schließt das andere nicht aus. Ich habe für meine Bücher immer eine E-Book Konvertierung dazugebucht. Man muss bedenken, dass es unterschiedliche Gründe für Leserinnen und Leser gibt, sich für ein E-Book zu entscheiden. Das einfache Format ohne die üblich Online-Bestellung mit Verpackung und Lieferung (ökologischer Aspekt) oder die Urlaubslektüre, die das Gewicht der Koffer nicht unnötig belasten soll. Die E-Books sind also eine gute Ergänzung zu den gedruckten Versionen. Für mich und bestimmt für die meisten Leserinnen und Leser sind „richtige“ Bücher allerdings unverzichtbar. Betrachtet man die aufwendig gestalteten Bücher im Bereich Romance und Fantasy, kann ein E-Book das Originalbuch mit seiner Optik und Haptik nicht ersetzen.
(ja, für mich eindeutig auch :-D) 
 
 ·       Was zeichnet in deinen Augen ein gutes Buch aus?
 Sehr einfach: es muss gefallen, fesseln oder zum Nachdenken anregen. Es muss in Erinnerung bleiben.  Vielleicht erschließt sich nicht alles nach 20 Seiten, aber wenn man danach das Gefühl hat, dass man die Story nicht versteht oder man merkt, dass man das Buch weglegt und kaum weiterliest, dann lese ich persönlich auch nicht weiter.  Das ist nicht schlimm, denn Geschmäcker der Lesenden sind verschieden und das bedeutet nicht, dass es ein schlechtes Buch ist.
 
Block 4: Erfahrungen & Zukunft
 
 ·       Was sind aus deiner Sicht die größten Herausforderungen beim Selfpublishing?
 Resilienz. Man muss seine Leidenschaft leben, nicht aufgeben und das weiter tun, was einem Spaß und Erfüllung bringt. Als Selfpublisher sollte man sich immer bewusst sein, dass man für sein Hobby lebt. Wenn es finanziell einträglich ist, umso besser. Doch man sollte Realist sein und wissen, dass es die üblichen hohen Summen eines zu erwartenden Buchverkaufes seitens eines Verlages nicht geben wird.
 
 ·       Was sollte ein Autor unbedingt wissen, bevor er sich für Selfpublishing entscheidet?
 Es gibt verschiedene Plattformen, die man zum Selfpublishing nutzen kann – BoD (Books on Demand), Tredition, Epubli, Amazon KDP und weitere.  Es gibt dabei die Möglichkeiten das Cover gestalkten zu lassen sowie Lektorat und Korrektorat dazu zu buchen. Dies ist immer eine Frage der Kosten.
 Vorteile:
-        das Buch bleibt dein Eigentum, du gibst es nicht an einen Verlag ab
-        Eigengestaltung und Eigenverantwortung
-        es wird nur gedruckt, was bestellt wird (ökologischer Aspekt und man landet nicht in der Schmökerkiste für 5.-€)
Nachteile:
-        keine Durchdringung im stationären Buchhandel
-        Marketing und Verkauf obliegt einem selbst
Selfpublishing ist also ideal, wenn Verlage das eigene Manuskript ablehnen. Es ist kostengünstig und persönlicher, wenn man das erste Buch auf den Markt bringen möchte. Jedoch ist es mit viel Aufwand verbunden, wenn man sein Buch im Web, auf Social Media oder auf Buchmessen vermarkten möchte.
 
 ·       Wie sieht die Zukunft des Selfpublishings aus – und wie könnte sie deiner Meinung nach aussehen?
 Selfpublishing wird es weiter geben und eventuell wir dieser Bereich noch stärker wachsen. Zum einen, da das Interesse an Büchern vor allem bei der jungen, femininen Klientel im Bereich Romance, Fantasy oder Romantasy weiter wächst und jeder sich mit seinem eigenen Buch verwirklichen kann. Die großen Buchmessen werden weiter existieren, jedoch werden aufgrund der finanziellen Möglichkeiten und des Druckes auf dem Buchmarkt die Verlage weiterhin Unmengen an Geld in ihre großen Verkaufsstände in den Messehallen investieren, was dazu führt, dass kleine und unabhängige Verlage oder Autoren kaum wahrgenommen werden.
Es fällt jedoch auf, dass es mittlerweile viele kleine und regionale Buchmessen für Selfpublisher gibt und diese nicht nur von Autorinnen oder Autoren initiiert werden, sondern dass Gemeinden sich stärker in diese kulturelle Bereicherung ihres Angebotes einbringen und diese Messen organisieren. Das macht mir Mut für das Selfpublishing.
 
 ·       Gibt es Entwicklungen im Buchmarkt, die du besonders spannend oder vielleicht auch kritisch siehst?
 Spannend ist der Buchmarkt allemal, In jeder Hinsicht. Besonders die Covergestaltungen werden ansprechender und origineller. Kritisch jedoch, dass die Verlage nur auf „Altbekanntes“ setzen und den Mut für neue Bücher und Autorinnen und Autoren gerade aus dem Selfpublisher Bereich meist scheuen. Man kann es an den Bücherregalen daran erkennen, dass man neben dem Aufkleber „Spiegel Bestseller“ mittlerweile auch „Spiegel Bestseller Autorin oder Autor“ in einer inflationären Form entdeckt. Kritisch ist ebenfalls das Einfallstor der KI-Nutzung und dass selbst auf Instagram Personen dafür werben, man könne sein Buch mit KI schreiben lassen. Ich schätze aber, dass die wirklich Buchinteressierten dies ablehnen werden, da kein geistiges Engagement bei diesen Veröffentlichungen vorausgesetzt werden kann.
 
Block 5: Zum Abschluss
 
 ·       Welche Buchempfehlung hast du für unsere Leser?
 Nicht verschließen. Alle Angebote einmal ausprobieren. Vielleicht ist mal ein neues Genre dabei oder ein Buch, was einen wider Erwarten besser gefällt, als sein Titel vermuten ließ.
 
 ·       Und zum Abschluss: Was möchtest du Autoren sagen, die gerade mit dem Gedanken spielen, ihr erstes Buch selbst zu veröffentlichen?
 Einfach machen. Ein Exposè bei Verlagen einreichen.
Kleiner Tipp dabei für den Pitch:
-        Worum geht es in dem Buch?
-        Für wen ist das Buch?
-        Warum gerade jetzt?
-        Warum bleibt die Idee im Kopf?
Sollten Absagen von den Verlagen kommen, nicht verzweifeln. Es bleibt immer noch das Selfpublishing. Und der direkte Austausch mit Besuchern auf einer Buchmesse ist unbezahlbar.
 
 ·       Und zu guter Letzt, gibt es ein besonderes Erlebnis im Paulybooks /vom Paulybooks?
 Dazu kann ich leider nicht viel beitragen. Doch vielleicht eine Sache. Ich vertreibe meine Bücher auch in den Supermärkten meiner Region und hatte an dem einen oder anderen Advents-und Weihnachtsmarkt in den letzten Jahren einen Stand gebucht. Auf einem Markt kam eine Kundin an meinen Stand und hat mein zweites Buch gekauft, da sie mein erstes bereits in einem Supermarkt in ihrem Ort erworben hatte. Das hat mich sehr gefreut, denn ihr muss mein erstes Buch wohl gut gefallen haben. 
 
Vielen Dank, Uwe, dass Du uns einen Einblick in Deine Arbeit mit Paulybooks und Deine Erfahrung mit dem Selfpuplishing gegeben hast. Es war spannend zu erfahren, was hinter der Veröffentlchungen eigener Bücher steckt und wie Du die Zukunft des Seflpuplishings einschätzt.
ICh wünsche Dir fr Paulybooks und Deine weiteren Projekte ganz viel Erfolg - und natürlch viele tolle Bücher, zufriedene LEser und weiterhin jede Menge Freude an dem, was Du machst!
 
Mein eigenes Apell daher: Kauft direkt vom Autor, von der Autorin und unterstützt auf jeden Fall Selfpuplishing!!!! 
 Unbezahlte Werbung!

Interview mit einem Autor ... Uwe Pauly

 Manchmal begegnet man einem Menschen auf einer Buchmesse ganz zufällig – und irgendwann stellt man fest, dass aus dieser ersten Begegnung ein schöner Kontakt rund um Bücher und das Schreiben entstanden ist. So ging es mir mit Uwe Pauly, den ich auf der Leipziger Buchmesse kennengelernt habe.

Uwe Pauly ist Autor, leidenschaftlicher Beobachter der Natur und großer Tierfreund. Seine Liebe zu Tieren und zur Natur findet sich auch in seinen Büchern wieder. Dabei geht es bei ihm nicht nur um Geschichten, sondern immer wieder auch um die kleinen Besonderheiten, die uns im Alltag begegnen und zum Nachdenken, Schmunzeln oder Staunen bringen.

Vom Schreiben über tierische Redewendungen bis hin zu seinen neueren Geschichten hat Uwe Pauly dabei ganz unterschiedliche Facetten des Schreibens gezeigt. Und natürlich wollte ich genauer wissen, was hinter seinen Büchern steckt: Woher kommen seine Ideen? Wie entstehen seine Geschichten? Was treibt ihn als Autor an – und was macht einen perfekten Schreibtag für ihn aus?

Wer sich darüber hinaus für das Thema Selfpublishing und für die Arbeit hinter den eigenen Büchern interessiert, sollte unbedingt auch in unser zweites Gespräch schauen: „Selfpublishing – aus der Sicht eines Autors“. Dort sprechen wir mit Uwe Pauly ausführlicher über Paulybooks, die Veröffentlichung eigener Bücher, Vermarktung, Buchmessen und die Zukunft des Selfpublishings.

Deshalb freue ich mich sehr, Uwe Pauly heute ein paar Fragen zu stellen und einen kleinen Blick hinter die Kulissen seines Autorenlebens werfen zu dürfen.

 


(Bild stammt von der LBM 2023)

 

Block 1: Inspiration & Buchideen

  1. Wie kamst du auf die Idee zu deinen Büchern?

Es schlummerten einige kleine Kurzgeschichten auf meinem PC. Dann bekam ich zwei Bücher über Redewendungen in die Hände und habe mich gefragt, warum die Erklärung der vor allem Tiere betreffenden Redensarten doch sehr kurzgehalten wurde. Mir fehlten dazu noch Hintergrundinformationen, Fakten oder kleine Geschichten über die besagten Tiere. Somit war die Idee eines Buches geboren. Durch viele Hinweise nach meinem ersten Buch über tierische Redewendungen ergab sich folgerichtig ein zweiter Teil, bei dem es dann um tierische Begriffe ging.

  1. Welche Autoren oder Bücher haben dich selbst besonders geprägt?

Drei Bücher haben mich besonders beeindruckt: Patrick Süskind – Das Parfüm, Arturo Pèrez-Reverte – Der Club Dumas (obwohl ich den Film „Die Neun Pforten“ besser fand, doch das Buch hatte ein etwas anderes Thema) und Elli Radinger – Die Weisheit der Wölfe. Aber eigentlich finde ich aus fast jedem Genre etwas. 

  1. Ist bereits ein neues Buch in Arbeit? Wenn ja, worum geht es?

Ich bin gerade dabei einen Roman zu schreiben. Das Thema ist künstliche Intelligenz und welche Auswirkungen ein bestimmtes KI-System auf die Menschen persönlich und auf die Gesellschaft hat.

  1. Planst du deine Bücher immer von Anfang bis Ende, oder verselbstständigen sich manchmal Charaktere?

Bei meinen „Sachbüchern“ war es relativ einfach die Struktur von A bis Z chronologisch mit den entsprechenden Tieren, den dazugehörigen Redewendungen und Begriffen zu füllen. Bei dem jetzigen Roman betrete ich Neuland und habe mir für den Plot etwas Hilfe mittels eines Buches „Rette die Katze!“ von Blake Snyder geholt. Die Charaktere verändern sich bei meinem neuen Projekt eigentlich nicht. Ich habe im Vorfeld schon versucht, die Persönlichkeiten klar zu definieren. Ich schätze aber, dass das Lektorat für mich noch spannend, herausfordernd und lehrreich sein wird.

  1. Hast du Orte/Gegenden selbst bereist, über die du in deinen Romanen schreibst? Warum wählst du diese Orte aus?

Für meine Sachbücher habe ich keine Orte bereist. Manchmal jedoch buche ich für etwa eine Woche eine Ferienwohnung in der Oberlausitz, um konzentriert zu arbeiten. Die Vielfalt der Natur half mir dort besonders für meine ersten beiden Bücher.

Tatsächlich bin ich aber für meinen neuen Roman in diesem Frühjahr nach Philadelphia/USA gereist, da dort der Schauplatz meines neuen Buches ist. 

  1. Wie recherchierst du für deine Bücher?

Viele Fakten und Hintergrundinformationen meiner Sachbücher habe ich durch mehrmalige Teilnahmen an Outdoor-Seminaren mit Naturbezug erhalten. Aber auch entsprechende Literatur half mir bei der Recherche und dem Schreibprozess. 


Block 2: Schreibprozess & Alltag

  1. Schreibst Du hauptberuflich und wenn ja, wann hast Du das rausgefunden, Schreiben zu deinem Beruf machen möchtest?

Das Schreiben ist mein Hobby. Natürlich träumt jeder Selfpublisher davon, einen Anruf von einem Verlag zu bekommen und mit seinem Werk in allen Buchläden Deutschlands verfügbar zu sein. Man darf aber dabei nicht unterschätzen, dass ein Verlagsengagement mit viel Arbeit und vor allem Zeitdruck verbunden ist. Und man muss entscheiden, ob man seinen sicheren Beruf – so man ihn denn hat – dafür aufgeben kann. Solange mir das Schreiben in meiner Freizeit viel Spaß macht und ich die Kommunikation auf den verschiedenen Buchmessen liebe, bin ich mit meinem Hobby durchaus zufrieden.

  1. Was machst du, wenn du beim Schreiben nicht weiterkommst?

Die Hauptzeit des Schreibens findet bei mir an den Wochenenden statt. Damit bleibt immer etwas Zeit, den letzten Teil zu rekapitulieren und gehe dann den letzten Part noch einmal durch. Damit und durch Ideen, die mir zwischendurch einfallen, habe ich keinen Schreib-Blackout.

  1. Gibt es bestimmte Rituale, ohne die du nicht schreiben kannst?

Die Rituale habe ich nicht. Ausgeschlafen sein und Ruhe reichen bei mir aus. Oder manchmal der Rückzug für eine Woche in eine Ferienwohnung.

  1. Wie sieht momentan dein Alltag aus? Wieviel Zeit verbringst du mit dem Schreiben?

Dies ist schwer einzuschätzen. Von einem Autor habe ich einmal gehört, dass er eine Stunde am Tag schreibt. Grob kann ich sagen, dass ich an den Wochenenden etwa vier Stunden schreibe.

  1. Wie baust du Alltag und Schreibarbeit einander ein?

Die gerade erwähnte eine Stunde pro Tag lässt sich für mich an den Wochentagen schlecht realisieren. Also bleibt mir nur das Wochenende oder auch im Urlaub nutze ich einige Tage zum Schreiben. Ich setze mich aber selbst nicht unter Druck und lege mir kein Datum zur Veröffentlichung eines Buches fest.


Block 3: Karriere & Verlag

  1. Hattest du lange Schwierigkeiten, einen Verlag zu finden, der deine Bücher veröffentlicht?

Für ein Projekt hatte ich in diesem Jahr ein Exposé bei 6 Verlagen eingereicht – ohne Rückmeldung. Also bleibt es bei mir beim Selfpublishing.

  1. Hat sich dein Leben verändert, seitdem du dein erstes Buch veröffentlicht hast?

Im Grunde nicht, was den Alltag betrifft. Das Marketing, die Vorbereitung und die Präsenz auf Buchmessen nehmen etwas mehr Zeit in Anspruch, aber es macht auch Spaß.

  1. Welchen Beruf hast du vor deiner Tätigkeit als Autor ausgeübt?

Ich bin im Außendienst in einem guten und sicheren Arbeitsumfeld tätig und würde dies nicht so schnell aufgeben. 

  1. Welches deiner eigenen Bücher liegt dir persönlich besonders am Herzen – und warum?

Es ist natürlich das erste Buch „Der Wolf im Schafspelz – das Buch der tierischen Redewendungen“. Das allererste Buch ist immer etwas ganz besonders. Man steckt sehr viel Energie aber auch Hoffnung hinein und findet das Gesamtpaket mit Covergestaltung und Inhalt passend. Was die Lesenden daraus machen, weiß man selbstverständlich noch nicht, aber die Rückmeldungen für das Buch waren sehr positiv. Das hat mich gefreut und ermutigt weiterzumachen.


Block 4: Persönliches & Lebensweisheiten

  1. Was haben dir deine Eltern mitgegeben?

Nicht allzu viel. Es wurde nicht viel gelesen in unserer Familie. Bei den Großeltern standen vielleicht 10 Bücher im Schrank, soweit ich mich erinnern kann. Und es war nicht ein Klassiker der Weltliteratur dabei.

  1. 3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazugehören?

Kein Stress - in irgendeiner Form.

  1. Welcher Film bringt dich zum Lachen, welcher zum Weinen?

„Forrest Gump“ – dieser Film hat beides. Er ist lustig, traurig und lehrreich. Ich mag die Story und die Filmmusik. Im Übrigen mag ich Filme und Bücher, die basierend auf wahren Begebenheiten eine Geschichte darum erzählen, zum Beispiel „Tyll“ von Daniel Kehlmann.

  1. Lebensmotto?

Freue Dich an jedem Tag. Sei froh, wenn Du gesund bist, und denke an andere Menschen, denen es nicht so geht.

Grob gesagt: Empathie und Demuth.


Block 5: Leser und Leserinnen & Rezensionen

  1. Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?

Danke, dass ich mit meinen Büchern zur Unterhaltung und zur Wissensgewinnung beitragen konnte.

  1. Wie gehst du mit negativen Rezensionen um?

Ich hatte nur eine negative Rückmeldung, wenn man das so nennen kann. Diese fand ich aber unpassend, denn es wurde eine bestimmte „Tiefe“ in meinem Buch vermisst. Für ein Sachbuch recht schwierig umzusetzen, denke ich. 

  1. Welche Fragen kannst du in Interviews nicht mehr hören und welche Frage würdest du selbst gerne einmal gestellt bekommen?

Selbstverständlich bekommt man oft dieselben Fragen: ‚wie kamst du zu schreiben?‘ oder ‚wie lange hast du an dem Buch geschrieben?‘. Aber diese Fragen sind legitim und werden immer von mir beantwortet. Das stört mich überhaupt nicht.

Eine Frage, die man mir einmal stellen könnte, wäre: ‚hast du schon einmal an dir als Autor gezweifelt und wolltest aufgeben?‘ Das wäre dann ein langes Interview. 😊

(okay, lieber Uwe, dann machen wir gerne ein zweites Interview! :-) 

Block 6: Spaß & Kreative Fragen

  1. Was magst du überhaupt nicht in Büchern?

Wenn Bücher mehr als 500 Seiten mit kleiner Schrift haben und KI-generierte Bücher.

  1. Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen – und warum?

Das Buch von Elli Radinger „Die Weisheit der Wölfe“ ist eine Empfehlung für den Arbeitsalltag und auch für den sozialen Bereich. Die Wölfe lehren uns, dass der Zusammenhalt der Gemeinschaft, der Familie am wichtigsten ist. Es gibt kein „Alpha-Tier“. Die Harmonie und das gleichberechtigte Miteinander mit bestimmten Regeln sind der Grundstein für ein intaktes und funktionierendes Zusammenleben.

 

Inzwischen hat sich bei Uwe allerdings einiges verändert. Die diesjährige Leipziger Buchmesse hat er ausgelassen. Stattdessen möchte er sich zunächst auf kleinere Selfpublisher-Messen konzentrieren und dort seine Bücher und den persönlichen Austausch mit den Lesern pflegen. Für dieses Jahr stehen unter anderem Parchim, Kiel, Krakow, Eggebek und Tessin bei Rostock auf seinem Messeplan. Im kommenden Jahr soll dann auch die Hamburger Buchmesse dazukommen.

Vielen Dank, Uwe, für deine Zeit und die schönen Einblicke in dein Autorenleben. Ich wünsche dir für dein neues Projekt ganz viel Erfolg – und natürlich weiterhin viele schöne Begegnungen mit deinen Lesern!

Ja, und um welche Bcher es sich handeln, dass seht Ihr hier. Dort auch direkt zu kaufen. (unbezahlte Werbung!)

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Dienstag, 30. Juni 2026

Interview mit einem Autor ... Andreas M. Sturm

Ich muss überlegen, seit wann kenne ich Andreas überhaupt? Sehr lange auf jedne Fall. Kennengelenrt auf der Leipziger Buchmesse kam ich an seinen Stand. Die Krimis haben mich damals  - wie auch heute - angesprochen. Und wr kamen irgendwie ins Gespräch. Es ist wirklich schon lange her :-). Das Foto ist von 2006.

Aber wer ist den Der Autor Andreas M. Sturm? 

Andreas M. Sturm ist ein waschechter Dresdner. Geboren wurde er 1962 in der sächsischen Landeshauptstadt, in der er bis heute gemeinsam mit seiner Frau lebt.

Nach seiner Ausbildung zum Werkzeugmacher und dem anschließenden Studium zum Diplom-Betriebswirt arbeitete er viele Jahre in der Informatik. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit der Fotografie und guter Rockmusik.

Seine ersten Schreibversuche unternahm Andreas M. Sturm bereits mit 16 Jahren. Damals entstanden Kurzgeschichten und Western. Seine Leidenschaft für Kriminalromane brachte ihn schließlich dazu, ab 2009 selbst Krimis zu schreiben. So entstanden die erfolgreichen Fälle der Kommissarinnen Wolf und König, die von den Streifzügen des Autors durch seine Heimat Dresden inspiriert sind. Ich persönlich liebe diese Krimis mit den beiden Ermittlerinnen.

Doch dabei blieb es nicht: Neben der Reihe um Wolf und König schreibt Andreas M. Sturm auch die DDR-Krimireihe, zahlreiche Kurzgeschichten und ist Herausgeber mehrerer Anthologien.

Wie es sich für einen echten Krimiautor gehört, ist Andreas M. Sturm außerdem Mitglied im „SYNDIKAT“, dem Verein für deutschsprachige Kriminalliteratur.

Ich freue mich sehr, dass Andreas M. Sturm sich die Zeit für dieses Interview genommen hat.

 

Block 1: Inspiration & Buchideen

 

1. Wie kamst du auf die Idee zu deinem letzten Buch?

 In meinem gerade erschienenen Kriminalroman »Tödliche Wetten« wollte ich etwas völlig Neues ausprobieren. In der Geschichte sollte mal keine Kommissarin ermitteln, sondern eine Person weitab des Polizeiberufs. Weil ich selbst für kurze Zeit in einem Callcenter gearbeitet habe, und so in der Lage bin, das berufliche Umfeld zu beschreiben, wählte ich eine Callcenter-Agentin aus.

 2. Sind darin biografische Elemente verarbeitet?

 Obwohl ich bereits nach wenigen Wochen im Callcenter gekündigt habe, hatte die kurze Zeitspanne mir gezeigt, dass die Firmenpolitik nicht mit meinen Werten übereinstimmte. Menschen, egal welchen Alters, Verträge aufzudrängen, widersprach meinen Ansichten eines seriösen Geschäftsgebarens. Zoe Mohns Ansichten im Buch über diese Umtriebe decken sich also mit meinen.

 3. Arbeitest du bereits an einem neuen Buch? Wenn ja, worum geht es?

 Zurzeit schreibe ich am 2. Band der Reihe »Zoe Mohn ermittelt«. In dem Buch ermittelt Zoe nach sie im Callcenter gekündigt wurde als Privatdetektivin. Verraten will ich jetzt nicht zu viel, aber die Geschichte wird die Leserin und den Leser in die dunkelsten Abgründe menschlicher Verkommenheit führen.

 4. Hast du die Orte oder Regionen, über die du schreibst, selbst bereist? Warum wählst du diese Schauplätze aus?

 Meine Bücher spielen alle in Dresden. Der Grund dafür ist simpel: Ich bin in dieser Stadt geboren und habe in und mit ihr gelebt. Ich kenne jedes Viertel in Dresden und das hält den Rechercheaufwand in Grenzen.

Abgesehen davon liebe ich meine Stadt. Sie ist wunderschön und bis auf einzelne Exemplare sind die Dresdner ein liebenswertes, tolerantes und interessiertes Völkchen.

                 Nächstes Jahr habe ich vor, mal Dresden zu besuchen :-)

5. Wie recherchierst du für deine Bücher?

 Glücklicherweise gibt es das Internet. Viele Informationen kann ich bei Wikipedia oder auf anderen Seiten nachschlagen. Die Dinge, die nicht digital erfasst wurden, kläre ich meist vor Ort, indem ich Zeitzeugen befrage.

 

Block 2: Schreibprozess & Alltag

 

1. Wann hast du erkannt, dass du hauptberuflich schreiben möchtest?

 Nach der positiven Resonanz auf mein erstes Buch »Vollstreckung«.

 2. Wie sieht dein Alltag derzeit aus? Wie viel Zeit verbringst du mit dem Schreiben?

 Vormittags arbeite ich anfallende Termine ab, bearbeite den Großteil der E-Mail-Kommunikation und erledige den Einkauf, wobei mich mein Diktiergerät begleitet. Oft ist bei meiner Rückkehr ein komplettes Kapitel bereits gespeichert. Nachmittags schreibe ich, meist bis spät abends. Die Stunden zähle ich dabei nie. Schreiben ist keine Arbeit für mich, es ist meine Liebe, meine Leidenschaft.

 3. Wie bringst du Alltag und Schreibarbeit unter einen Hut?

 Ich versuche ständig, mein Zeitmanagement zu optimieren.

 4. Welche Szene ist dir beim Schreiben besonders schwergefallen – und warum?

 Ich hatte absolut keine Probleme mit einzelnen Szenen. Zoe Mohn hat mir erzählt, was sie erlebt hat, ich musste nur noch alles aufschreiben.

 5. Welche Figur hat dich selbst am meisten überrascht?

 Oberkommissarin Jessica Schneider. Sie sollte eigentlich auf Distanz zu Zoe bleiben und nur eine Nebenrolle spielen. Doch das war Jessica gar nicht recht. Sie hat einfach die Initiative ergriffen und mit Zoe zusammengearbeitet.

 

6. Gibt es eine Figur, die dir ähnlich ist, obwohl du das ursprünglich nicht geplant hattest?

 In dem Buch »Tödliche Wetten« nicht. In der Reihe um die Kriminalkommissarinnen Karin Wolf & Sandra König dagegen schon. Ich verrate aber nicht, wer.

 

7. Welche Szene aus deinen Büchern würdest du gern selbst erleben?

 In »Tödliche Wetten« wäre das auf jeden Fall das Kapitel, in dem Oberkommissarin Jessica Schneider überraschend bei Zoe Mohn aufkreuzt und sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Das Gespräch der beiden interessanten Frauen, das gegenseitige Abtasten, das Ausloten der Möglichkeit einer Zusammenarbeit, mitzuerleben, würde mich schon reizen.

 

8. Welche Szene würdest du heute anders schreiben?

 Keine. Ich finde die Geschichte stimmig, so wie sie ist.

                Da kann ich nur zustimmen!! 

 9. Gibt es Projekte oder Ziele, die du in Zukunft noch verwirklichen möchtest?

 Ich möchte in naher Zukunft eine Krimireihe schreiben, die in Dresden Anfang des 20. Jahrhunderts spielt.

 

Block 3: Karriere & Verlag

 

1. Hattest du Schwierigkeiten, einen Verlag für deine Bücher zu finden?

 Nachdem ich meinen ersten Roman »Vollstreckung« fertig hatte, habe ich ihn dem damaligen fhl Verlag Leipzig angeboten. Die Zusage, das Buch zu veröffentlichen, folgte wenige Tage darauf. Aus dem fhl Verlag wurde später die edition krimi, bei der ich meine Bücher weiterhin veröffentliche.

 2. Hat sich dein Leben verändert, seit dein erstes Buch veröffentlicht wurde?

 Ich lebe seit dieser Zeit ständig in zwei unterschiedlichen Welten. Die eine ist die reale Welt, die andere die, die ich mit meinen Romangestalten gemeinsam bereise.

 3. Hast du vor deiner Tätigkeit als Autor einen anderen Beruf ausgeübt? Wenn ja, welchen?

 Ich habe meine Brötchen in der Informatik verdient. Krimis zu schreiben bringt nicht so viel ein, ist aber eindeutig spannender.

 

Block 4: Persönliches & Lebensweisheiten

 

1. Was haben dir deine Eltern mit auf den Weg gegeben?

 An der Stelle möchte ich meine Oma nennen. Ich habe bei ihr die schönsten Stunden meiner Kindheit verbracht. Bei Spaziergängen durch Dresden hat sie mir von der Schönheit der Stadt vor der Zerstörung berichtet. Schon damals hat sie in mir den Wunsch geweckt, ihre Erzählungen weiterzugeben. Deshalb plane ich eine Krimireihe, die meine Leserinnen und Leser in das alte Dresden entführen.

         Schön gesagt :-)

2. Welche drei Dinge gehören für dich zu einem perfekten Tag?

 Scheiben und meine Heldinnen Verbrechern hinterherhetzen. Mit meiner Frau zusammen sein. Zum Tagesausklang ein gutes Buch lesen.

 3. Worauf bist du außerhalb deiner Bücher besonders stolz?

 Das ich nach 41 Jahren immer noch mit meiner lieben Frau zusammen sein darf.

        Wow, Darauf darfst Du auch stolz drauf sein!! 

 4. Welchen Rat würdest du deinem jüngeren Ich geben?

 Fang bloß früher mit dem Schreiben an! Eine Tätigkeit, die keine Arbeit, sondern Leidenschaft ist, entschädigt für fast alles.

 

Block 5: Leser & Rezensionen

 

1. Was möchtest du deinen Lesern gerne einmal sagen?

 Verliert nie die Liebe zum Buch.

         schön gesagt. Ich weiß, dass ich nie werde!

2. Wie gehst du mit negativen Rezensionen um?

 Ich gebe zu, dass Kritik mich im ersten Moment trifft. Ich schlafe dann eine Nacht drüber und lese mir die Rezension am nächsten Tag noch mal durch. Ist die Kritik berechtigt – bösartige Trollkommentare klammere ich bewusst aus – überlege ich, was ich beim nächsten Roman besser machen kann. Konstruktive Kritik hilft mir als Autor besser zu werden.

 3. Welche Interviewfrage kannst du nicht mehr hören – und welche würdest du gerne einmal beantworten? Oder mit den Augen rollen?

 Die gern gestellte Frage: Können Sie von Ihrer Schreiberei leben?, nervt mit den Jahren schon ein wenig. So dürr bin ich nicht, als dass man denken könnte, dass mir der Hungertod droht. Zudem geht es nicht nur ums Geldverdienen. Die Gestalten in meinen Geschichten mit Leben zu erfüllen, mitzufiebern, ob sie die gefährlichen Situationen gut überstehen – das weiß ich nämlich vorher oft nicht – kann mir kein noch so gut bezahlter Job bieten.

Stattdessen würde ich mich über die Frage freuen, ob ich mir überhaupt ein Leben ohne das Ausdenken von Geschichten vorstellen könnte.

        Und könntest Du es? ich denke, die Antwort ist nein :-) 

 

Block 6: Spaß & kreative Fragen

 

1. Würdest du in deinen Krimis lieber der Gute oder der Schurke sein?

 Eindeutig der Gute. Das entspricht meinem Naturell und ich könnte die Gesellschaft von Karin, Sandra, Sabine, Kathrin und Zoe genießen. Anderenfalls würden mir die Ladys die kalte Schulter zeigen, im schlimmsten Fall mich sogar vermöbeln.

           :-D

2. Was magst du in Büchern überhaupt nicht?

 Langatmigkeit.

 3. Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen – und warum?

 Oh, da gibt es viele. Stellvertretend möchte ich den Roman »Der Wettlauf mit dem Mammut« nennen. Das Buch ist schon vor über 25 Jahren von Jenő Szentiványi verfasst worden. Obwohl es ein Kinderbuch ist, zieht mich die Geschichte um eine Horde Steinzeitmenschen immer noch in seinen Bann.

 4. Wie viel Prozent Genie und wie viel Prozent Chaos stecken hinter deinen Büchern?

 Chaos hat bei meiner Art zu arbeiten keine Chance. Die Geschichte hinter einem spannenden Kriminalfall muss logisch sein, da kann ich es mir nicht leisten, mal eben ein Seiten vorher aufgeworfenes Problem zu vergessen. Meine Leserinnen und Leser bemerken solche Fehler.

Mit dem Begriff Genie gehe ich äußerst vorsichtig um. Mir fallen meine Geschichten einfach so ein, ohne dass ich mich anstrengen müsste. Das ist weder ein Verdienst noch Genie – bloß eine zu große Fantasie.

 

Vielen Dank für die interessanten Fragen. Es richtig Spaß gemacht, sie zu beantworten.

    Danke für die Zeit, diese zu beantworten. Ein sehr einblickendes Interview bei einen intressanten Autor. 

Ich kann diese Bücher -- alle nur bestens emfpeheln.  Besonders die Anthologiene mt dne Giftmorden :-D